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Heilbronn ist attraktiver als sein Ruf

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Hotelbetten sind gesucht, meint unsere Autorin. Allen Unkenrufen zum Trotz hat das Holiday Inn mit hoher Auslastung eröffnet. Um ein anderes Innenstadt Projekt ist es hingegen ruhig geworden.

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Ohne viel Tamtam, aber gleich mit hoher Auslastung hat das Hotel Holiday Inn Express in Heilbronn eröffnet.
Ohne viel Tamtam, aber gleich mit hoher Auslastung hat das Hotel Holiday Inn Express in Heilbronn eröffnet.  Foto: Berger, Mario

424.800 Übernachtungen zählten Heilbronner Hotels und Pensionen im Jahr 2023. Mehr als 200.000 Menschen waren eine oder mehr Nächte zu Gast, egal ob aus beruflichen oder aus touristischen Gründen. Die entscheidende Nachricht ist, dass damit das Vor-Corona-Jahr übertroffen wurde. Es geht also aufwärts mit dem Tourismus.


Die von den eigenen Einwohnern oft schlecht geredete Stadt hat offenbar ihre Reize, und diese werden angesichts der dynamischen Entwicklung eher noch anziehender für Besucher und Geschäftsreisende. Und trotzdem stehen zusätzliche Zimmer oft in der Kritik, als sei es ausgeschlossen, dass jemand in Heilbronn übernachten würde. Zuletzt wurde das diskutiert, als die Pläne für das Wollhaus inklusive Hotel gezeigt wurden. Auch wenn gar nicht sicher ist, ob und wann das realisiert wird. Offenbar ist noch immer dem ersten Konzept kein konkreter Entwurf der Architekten gefolgt. Es ist eher still geworden um das größte städtebauliche Projekt in der Innenstadt, zumindest offiziell ist nichts zu hören.

Hoteleröffnung des Holiday Inn Express in Heilbronn verlief ohne Aufsehen

Dafür gab es dieser Tage an anderer Stelle ohne viel Aufsehen eine Hoteleröffnung. Zwischen Allee und Kiliansplatz hat Holiday Inn Express mit einiger Verzögerung den Betrieb aufgenommen. Dass der Bedarf für die Betten offenbar da ist, zeigte sich gleich in der ersten Woche: ausgebucht, vermeldet der Betreiber. Zwar lag das eher an der Messe Stuttgart als an Heilbronns Attraktivität, aber letztlich ist der Grund der Reise völlig egal. Stadt, Gastronomie und Handel profitieren von jeder Übernachtung. Und oft bestimmt auch das Angebot die Nachfrage.

Ein anderes, mit Spannung erwartetes Bauprojekt in der Innenstadt ist die neue Grundschule. Hier ist der Bedarf unbestritten. Und der Bauplatz mittlerweile auch. Der Widerstand der bestehenden Gymnasien hat sich gelohnt, nachdem die Stadt sie ursprünglich mit dem Plan überrascht hatte, auf den Kleinfeldplatz am MSG einen Neubau zu quetschen.

Bauprojekt neue Grundschule kommt voran

Die Fläche hinter der Alten Kelter könne nicht bebaut werden, hieß es ursprünglich. Aber diese Einschätzung hat sich bei genauerem Hinsehen offenbar geändert: Der Gutachter fand den Platz dann doch geeignet. Die Schuppen machen Platz für die Schule. Das ist die richtige Entscheidung, denn genutzt werden können sie scheinbar nicht mehr. Aus Sicherheitsgründen ist eine Besichtigung nicht möglich, heißt es im Rathaus. Und auch die Frage nach der Vergangenheit der Gebäude könne man nicht beantworten.

Aber der Komplex ist ohnehin bald Geschichte. Dass bei den Planungen auch über alle Pausenhöfe diskutiert wird, ist richtig. Ob es außerdem noch die von den Grünen gewünschte Schwimmhalle in der Nähe sein muss, sei dahingestellt. Aber jetzt ist die Gelegenheit, einen Campus zu entwickeln, von dem Generationen von Schülern profitieren können.

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