Erste Details zum neuen neunjährigen Gymnasium: Das Kleingedruckte fehlt
Die ersten Details zum neunjährigen Gymnasium liegen vor, die Ansätze sind gut, meint unser Autor.

Basiskompetenzen stärken, Demokratiebildung ausbauen: Was die Landesregierung mit den allgemeinbildenden Gymnasien vorhat, klingt vielversprechend. Gerade die Grundlagen müssen besser werden. Hier sind zuletzt viele Kinder und Jugendliche bei Leistungsvergleichen wiederholt durchgefallen. Jetzt werden die Basiskompetenzen in der Grundschule neu justiert, folgerichtig liegt auch in den Klassen fünf und sechs hierauf der Fokus.
Interessant wird es werden, wenn der komplette G9-Bildungsplan vorliegt. Wie viel Freizeit bleibt den Kindern tatsächlich? Der Leistungsdruck mit vollen Arbeitswochen muss abnehmen. Stuttgart hat bislang nur erste Ideen geliefert, nun müssen schnell die exakten Details folgen. Die Zeit drängt, den Schulverantwortlichen brennt das Thema auf den Nägeln. Im Spätjahr stehen wieder die Informationsveranstaltungen für Eltern von Viertklässlern in den Kalendern, und bis dahin müssen die Schulen ihre Schwerpunkte schärfen. Mütter und Väter wollen genau wissen, worauf die G9-Gymnasien ab Schuljahr 2025 ihr individuelles Augenmerk legen.
Baden-Württemberg diskutiert wieder einmal sehr intensiv über das Gymnasium. Die anderen Schularten leisten eine genauso gute Arbeit. Das darf niemand bei den aktuellen G9-Debatten vergessen. Gerade jene Eltern nicht, für die es nur einen glücklich machenden Bildungsweg für den Nachwuchs gibt: den zum Abitur. Real- und Gemeinschaftsschulen sind für viele Kinder die bessere Wahl.
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