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Heftige Verschiebungen auf dem Automarkt: Gewinner sind E-Autos und Hybride

  
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Die Verunsicherung ist noch immer groß, trotzdem werden wieder Autos verkauft. Unser Redakteur Christian Gleichauf führt aus, was die Zulassungszahlen aus Flensburg über den Wandel Richtung E-Mobilität aussagen.

  

Es lässt sich manches ablesen an den Zulassungszahlen aus Flensburg, die sich noch deutlich unter dem Vorkrisen-Niveau bewegen: Die Verunsicherung der Bürger, der Wandel in Richtung E-Mobilität, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens mit all seinen Folgen. Doch eigentlich kann man nur überrascht sein von diesen guten Zahlen.

Steil nach oben geht es wieder mit den Firmenwagen. Zwei von drei Autos wurden im März gewerblich zugelassen, während so gut wie jedes Meeting über Online-Tools erfolgt. Der Druck, gute Leute zu finden und zu halten, ist offenbar groß. Privatleute sind da zurückhaltender.

Denn was kauft man jetzt? Einen Diesel, obwohl dessen Image so gelitten hat? Einen Benziner mit Technik von gestern? Oder einen mit Prämien geförderten Stromer, obwohl es noch so viele Fragezeichen gibt bei Reichweite, Wiederverkaufswert und tatsächlicher Klimafreundlichkeit? Trotz Lieferschwierigkeiten haben sich die Absatzzahlen der Vollelektrischen fast verdreifacht.

Angesichts der Unwägbarkeiten entscheidet sich ein Großteil der Neuwagenkäufer trotzdem pragmatisch für den Hybrid. Fast vervierfacht haben sich die Zulassungszahlen bei der Plug-in-Variante, die sogar noch das begehrte E wie "elektrisch" aufs Nummernschild bekommt. Damit hat man unter diesen Umständen das Maximum herausgeholt, auch wenn der Kompromiss nicht ganz sauber ist. Immerhin entschieden sich auch mehr Käufer als in der Vergangenheit für Erdgas und Autogas, wenngleich diese umweltfreundliche Variante geflissentlich ignoriert wird. Das alles zeigt: Der Automarkt ist im Umbruch.

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