Gemeinsam helfen
Die Aufnahme der Ukraine-Flüchtlinge ist ein gesellschaftliches Großprojekt, meint unser Korrespondent.
Da die westlichen Staaten der Ukraine in ihrer dramatischen Lage militärisch nicht aktiv beistehen wollen, um eine globale und nukleare Eskalation zu vermeiden, ist es das Mindeste, allen Flüchtlingen zu helfen.
Auch in Baden-Württemberg sind nun alle politischen Akteure gefragt – von den Kommunen bis hin zum Land. Primär geht es darum, den Kriegsflüchtlingen, die nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkommen, ein Dach über dem Kopf mit einer entsprechenden Versorgung im Alltag zur Verfügung zu stellen. Hier ist es wichtig, dass Land, Kreise und Kommunen organisatorisch aus den Fehlern der Flüchtlingskrise 2015/2016 lernen.
Für die Bevölkerung wird es sicher zu Einschränkungen kommen, wenn etwa Hallen als Unterkünfte genutzt werden müssen. Das ist aber in Kriegszeiten wahrlich kein Problem. Komplexer wird sein, die vielen Kinder schnell in Kitas und Schulen zu integrieren. Dies wird nicht einfach, denn neben den Sprachbarrieren sind viele vom Krieg traumatisiert. Hier müssen Betroffene psychologisch betreut werden.
Weiter müssen die Kommunen bei der Registrierung der Flüchtlinge unterstützt werden. Der Vorschlag von Gemeindetagspräsident Jäger, dass die Bundespolizei hier Amtshilfe leisten könnte, sollte dringend diskutiert werden.
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