Public Viewing zur Fußball-Europameisterschaft ist Pflicht
Heilbronn will eine Sportstadt sein. Da wäre ein Public Viewing zur Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land unbedingt nötig, findet unser Autor.

Ein Sommermärchen wie bei der Fußball-WM 2006 verspricht die Europameisterschaft 2024 im eigenen Land zwar nicht zu werden. Dagegen sprechen die Leistungen der DFB-Auswahl in den vergangenen Monaten und Jahren. Eine Großstadt wie Heilbronn, die sich selbst das Etikett Sportstadt anheftet, sollte trotzdem auf Live-Übertragungen mit Stadioncharakter nicht verzichten.
Zumal die EM auch noch im eigenen Land stattfindet. Bei möglichen Erfolgen des deutschen Teams stiege die Euphorie bei den Fans zwangsläufig. Aber anstatt eine solche mögliche Stimmung aufnehmen, verweist die Heilbronner Marketing GmbH auf hohe Kosten, fehlende Sponsoren und womöglich geringem Interesse. Nüchterner kann ein potenzieller Veranstalter das zentrale Sportereignis des Jahres im eigenen Land nicht einstufen.
Heilbronn verzichtet auf Public Viewing bei Heim-EM – Stuttgart nicht
Stuttgart geht einen anderen Weg. Die Landeshauptstadt ist Austragungsort, vor allem aber auch Sportstadt. Stuttgart präsentiert sich als Gastgeber im Gastgeberland, der sich auf Besucher aus ganz Europa freut. Und der sich anschickt, der vierwöchigen Großveranstaltung einen würdigen Rahmen auch außerhalb der Stadien mit deren teuren Eintrittskarten zu verleihen. Für Städte wie Heilbronn bleibt, sich auf nächste Krämermärkte und verkaufsoffene Sonntage zu konzentrieren. Da braucht es weder Sponsoren noch ist mangelndes Interesse zu befürchten.


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