Es geht nicht unbeschadet durch diese Zeit
Zielgerichtete Hilfe ist angesichts der steigenden Spritpreise jetzt angesagt, keine populistischen Versprechen, findet unser Kommentator.
Alles wird gut, jeder habe ein Recht auf billigen Sprit. Dieses Signal möchte Finanzminister Christian Lindner (FDP) wohl gerne aussenden mit seinem Tankrabatt-Vorschlag. Doch der kommt Dienstwagen-Besitzern wie auch Freizeitfahrern zugute. Eine Mehrwertsteuersenkung, wie von CDU-Chef Friedrich Merz ins Spiel gebracht, geht an einer Zielgruppe komplett vorbei, den Unternehmern. Und das Energiegeld der Grünen? Da sind die Vorstellungen so diffus, die mögliche Umsetzung so unklar, dass man nicht einmal mit den Koalitionspartnern verhandeln kann.
Es gab sie doch, die zielgerichtete Hilfe
In der Corona-Pandemie haben wir doch erfolgreich gezeigt, wie man Branchen über Wasser hält, die von Turbulenzen und Einschränkungen bedroht sind. Die unbürokratische Auszahlung war ein Anfang. Aus Fehlern in der Umsetzung dürfte man gelernt haben. Warum nutzt man jetzt nicht die Strukturen, die man in den vergangenen zwei Jahren mühevoll aufgebaut hat?
Mit Geld nicht alles lösbar
Stattdessen überbieten sich die Parteien mit unausgegorenen Ideen, die kaum länger als ein paar Monate zu bezahlen sind. Sie scheinen auf der Überzeugung zu basieren, dass wir mit viel Geld schon irgendwie unbeschadet durch diese Zeit kommen. Keiner muss den Gürtel enger schnallen, so soll man glauben. Doch so ist es nicht.
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