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Erosion von Ackerböden: Alte Fehler können noch korrigiert werden

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Viele Probleme der Landwirtschaft sind durch die Flurbereinigung entstanden, meint unser Autor.

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Die Älteren unter uns kennen sie noch, die Hecken und Feldgehölze, die Äcker und Wiesen in eine pittoreske Landschaft verwandelt haben. Auch Hasen und Vögel fühlten sind dort wohl. Ausgeräumte Landschaften tun nicht nur in der Seele weh, sie schaden auch der Landwirtschaft, wie man jetzt feststellen muss. Ungebremst weht der Wind über den kahlen Boden, trägt Nährstoffe davon und sorgt für unnötigen Staub in der Luft.


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Wie es anders gehen kann, beweisen die Biobauern Beate und Thomas Lang: Sie pflanzen Bäume nicht am Rand, sondern mitten rein in den Acker. Wenn die Früchte ihrer Arbeit − im wörtlichen Sinne − andere ernten werden, erinnern die zukünftigen Spaziergänger sich vielleicht an diese in die Zukunft gerichtete Idee, mit der alte Fehler wieder gut gemacht wurden.

Erosion von Ackerböden: Alte Fehler können noch korrigiert werden

Es ist gut, dass die Politik jetzt etwas gegen die Erosion der Ackerböden unternimmt. Dies aber wieder in eine starre Verordnung zu gießen, entspricht nicht der Arbeitswirklichkeit der Landwirte. Sie arbeiten mit der Natur, nicht gegen sie. Wer sich nach dem Wetter richten muss, braucht nicht unbedingt bürokratische Vorschriften an seiner Seite. Es ist gut, etwas ausprobieren zu können, das mal funktioniert und im nächsten Jahr dann wieder nicht, wenn die Witterung anders ist. Was langfristig Erfolg hat, wird sich zeigen.

Kreative Ansätze bringen es nun mal mit sich, dass manches nicht gleich klappt. Insofern muss man der Flurneuordnung zugute halten, dass sie die bessere Bewirtschaftung der Äcker zum Ziel hatte. Was man dabei falsch gemacht hat, lässt sich noch korrigieren.

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