Eigenverantwortung gilt auch bei Tätowierungen
Jeder sollte selbst entscheiden dürfen, was er seinem Körper zumutet, meint unsere Autorin.
Früher waren es vor allem Seefahrer, die ihren Körper mit Tätowierungen schmückten. Und auch Kriminellen wurde nachgesagt, das ein oder andere Werk auf ihrer Haut zu haben. Doch die Bilder für die Ewigkeit und ihre Träger sind längst aus der Schmuddelecke raus, auch Durchschnittsbürger lassen sich Tattoos stechen, tragen sie offen und mit Stolz.
Und auch wenn die Entscheidung dank moderner Lasertechnik schon lange keine mehr fürs Leben ist, sollte sich jeder Gedanken darüber machen, was genau mit dem Körper passiert, wenn die Farbe unter die Haut gestochen wird. Denn - je nach Körperstelle - kann der Prozess ziemlich weh tun.
Die Sorgfaltspflicht liegt auch beim Kunden
Mit dem Besuch im Tattoostudio ist es außerdem nicht getan. Das Kunstwerk muss anhaltend gepflegt werden, auch wenn es bereits abgeheilt ist. Sonnenschutz ist oberstes Gebot, sonst bleicht die Tätowierung schnell aus. Natürlich hat der Künstler eine Sorgfaltspflicht. Doch ob sich seine Arbeit entzündet, liegt zu einem Großteil am Kunden und dessen Umgang. Deshalb sollte man sich auch selbst aussuchen dürfen, welche Farben unter die eigene Haut kommen - die entsprechende Aufklärung vorausgesetzt. Denn schließlich treffen wir alle jeden Tag Entscheidungen, die potenziell tödlich enden könnten.
Kommentare öffnen


Stimme.de
Kommentare