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Die Wirtschaft steht bis zu den Knöcheln im Morast

  
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Was der "Hilferuf" in der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage wirklich bedeutet, ist noch nicht endgültig abzuschätzen, meint unser Autor.

  

Wer in ein Sumpfgebiet watet und langsam einsinkt, der sollte keine zweideutigen Signale senden. Mit einem zuversichtlichen "Wird schon gehen" bringt man nämlich keinen Passanten dazu, das rettende Brett hinüberzuschleudern.

So muss man derzeit wohl auch einige der Aussagen aus der regionalen Wirtschaft bewerten. Noch läuft es in den meisten Betrieben recht gut. Aber viele wissen einfach nicht, wie tief sie noch einsinken. Hilfe können sie allemal gebrauchen.


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Hilfe zur Selbsthilfe

Der Ruf geht an die Politik in Berlin und Brüssel. Weniger Bürokratie lautet die zentrale Forderung, damit Hilfe zur Selbsthilfe wieder möglich ist. Denn natürlich kann weder die Ampel-Koalition noch die EU-Kommission den Sumpf trockenlegen, sprich, die Weltkonjunktur ankurbeln. Aber sie können dafür sorgen, dass man sich leichter aus dem Morast befreien kann.

Stattdessen droht teils noch mehr Ballast. Etwa wenn Unternehmen künftig umfangreich über ihre Nachhaltigkeitsbemühungen berichten müssen. Dabei hat sich zuletzt bei der Photovoltaik gezeigt: Weniger Auflagen wirken besser als jeder Zwang.

Das sollte als Vorbild dienen, das erleichtert den Weg zurück auf festen Boden. Dann kann man optimistisch sein, dass viele der Unternehmen in der Region, die jetzt anscheinend schwarzsehen, gar nicht so schlecht dastehen.

 

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