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Die Opfer im Wirtschaftskrieg sind ungleich verteilt

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Der Gaslieferstopp rückt näher. Die Folgen werden einige besonders hart treffen, erwartet unser Autor.

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Leichtfertig darf man Kriegsmetaphern nicht mehr verwenden. Doch es hilft auch nicht, darum herumzureden: Russland befindet sich im Wirtschaftskrieg mit der EU und der westlichen Welt. Dass Putin die Sanktionen nicht unbeantwortet lassen würde, war absehbar. Als trickreicher Gegenspieler konnte er darauf hoffen, dass die EU sich in der Frage Gaslieferungen gegen Rubel überwirft. Das hat sie nicht getan. Jetzt muss er den Hahn wohl abdrehen und schauen, was passiert.


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Die Verdichterstation in Mallnow nahe der deutsch-polnischen Grenze übernimmt vorwiegend russisches Erdgas. Von der Quelle bis zum Einsatzort legt das Erdgas in der Pipeline «Jagal» mehrere tausend Kilometer zurück. Um einen konstanten Druck für den Transport in der Pipeline aufrecht zu erhalten sind solche Verdichterstationen nötig. Von hier aus strömt russisches Gas durch die JAGAL (Jamal-Gas-Anbindungsleitung) in das deutsche Erdgasfernleitungsnetz Richtung Westen.
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Wirtschaftsminister Habeck hat die Zeit genutzt, nach neuen Energielieferanten zu suchen, ohne bereits mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Erfolgreich wurde die europäische Einigkeit in dieser Frage beschworen.


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Mit etwas Glück wird es möglich sein, ohne größere Einschränkungen der Industrie über den Sommer zu kommen. Der Gasbedarf zwischen Mai und September ist weniger als halb so hoch wie in den Wintermonaten. Im besten Fall schadet der Schritt Putins der russischen Wirtschaft so sehr, dass der Widerstand auch dort wächst.

Die deutsche Wirtschaft wird aber bald schon Verluste erleiden, die sich kaum ausgleichen lassen. Verbraucher werden hart getroffen. Kriegsopfer sind nie gleichmäßig oder fair verteilt. Doch Putin saß von Beginn an am langen Hebel, und er wusste das. Es bleibt nichts anderes übrig, als dagegenzuhalten.

 

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