Meinung
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Die Mängelquote bei der Buga-Brücke ist einmalig

Die vielen baulichen Beanstandungen schaden dem Renommee der Buga-Brücke, meint unser Autor.

Joachim Friedl
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Lesezeit 1 Min

Das kann alles nicht wahr sein. Die Buga-Brücke, einstmals gerühmt als Vorzeigeobjekt für die Bundesgartenschau, ist zwischenzeitlich in der mehr als zweijährigen Bauzeit zu einem Bauwerk mit Mängeln und Versäumnissen mutiert. Fast nichts passte über all die Monate hinweg zusammen - bis auf die Kosten. Wenn man den Aussagen glauben darf.

 

Wer hat Schuld, dass so viele Dinge aus dem Ruder gelaufen sind? Im Grunde genommen alle der am Bau Beteiligten. Es wurde zwar kontrolliert und moniert, von außen betrachtet jedoch ohne großen Erfolg. Die Firmen scheinen auf der Baustelle gemacht zu haben, was sie wollten. In Heilbronn gab es in den letzten Jahrzehnten kein städtisches Bauvorhaben mit derart gravierenden Störungen im Bauablauf.

Überlegt werden muss, ob es viel Sinn macht, die Brücke im Herbst halbfertig in Betrieb zu nehmen, obwohl weitere große Sanierungen bei Rissen und Verformungen anstehen. Es hat sich selten bewährt, Unvollendetes zu bejubeln. Andererseits könnten im Betrieb weitere Mängel und Fehler systematisch erfasst werden. An einem aber wird kein Weg vorbeiführen: Die Bauverwaltung muss die Firmen in Regress nehmen. Und auch das Kontrollsystem sollte reformiert werden.

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