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Die Geschichte des Diesel-Skandals wird wohl nicht neu geschrieben

  
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Ex-Audi-Chef Rupert Stadler zeigt sich geständig - ob aus Reue oder kalkuliert, muss sich zeigen, meint unser Autor. In jedem Fall kommt das Geständnis reichlich spät.

  
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Audi AG: Rupert Stadler.
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Audi AG: Rupert Stadler.  Foto: Sven Hoppe/dpa

Wusste der Chef also doch Bescheid? So muss die Ankündigung von Rupert Stadler wohl interpretiert werden, jetzt ein Geständnis ablegen zu wollen. Die Unschuldsvermutung gilt zwar bis zur Verurteilung, doch selbst der Richter hatte schon angedeutet, wohin die Reise für Stadler geht. Der möchte nun offenbar Schlimmeres verhindern und sucht die Verständigung mit der Staatsanwaltschaft. Wenn der Deal zustande kommt, dann wird dem ehemaligen Audi-Chef ein weiterer Gefängnis-Aufenthalt erspart.


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Es ist reichlich spät für ein Geständnis. Nach Jahren des Abstreitens, nach vier Monaten Untersuchungshaft und 160 Verhandlungstagen muss die Geschichte des VW-Abgasskandals auch danach wohl nicht neu geschrieben werden. Wäre Stadler wirklich bereit und in der Lage gewesen, mit neuen Erkenntnissen zu überraschen, dann wäre jeder Zeitpunkt vor der letzten Deadline besser gewesen als dieser.

Trotzdem wird es auf die Formulierung ankommen. Ein Geständnis light könnte nach hinten losgehen. Übernimmt Stadler in größerem Umfang Verantwortung, könnte es gegebenenfalls auch die Rolle, die der ehemalige Weggefährte Martin Winterkorn in diesem Schmierenstück spielte, in ein neues Licht rücken. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings nicht groß. Zu oft wurden die Beobachter schon enttäuscht.

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