Meinung
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Der Traum von Eigenheim ist in Gefahr

Immer weniger Bürger werden sich ein Eigenheim leisten können, meint unser Autor.

Jürgen Paul
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Lesezeit 1 Min

Viel ungünstiger als im Moment könnten die Zeiten nicht sein, um sich den Traum von der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus zu verwirklichen. Die Bauzinsen haben sich seit Jahresbeginn etwa verdreifacht − und auch wenn sie zuletzt wieder leicht gesunken sind, ist klar, dass die Zeit des billigen Geldes vorbei ist. Die Europäische Zentralbank hat bereits weitere Zinserhöhungen angekündigt, die Immobilienkredite werden also tendenziell noch teurer. Dazu kommen die immensen Preissteigerungen bei nahezu allen am Bau benötigten Materialien und Dienstleistungen sowie der notorische Personalmangel bei den Handwerkern. Wirklich planbar ist ein Neubau oder eine Sanierung längst nicht mehr.

Weil sich diese schwierige Situation kurzfristig kaum ändern wird, droht das Eigenheim zum Luxus für Gutverdiener zu werden. Damit das nicht geschieht, muss die Bundesregierung schleunigst für eine Förderkulisse sorgen, die es auch weniger betuchten Familien ermöglicht, den Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen. Und die potenziellen Bauherren sollten sich fragen, ob es nicht auch eine Nummer kleiner und damit günstiger geht. Das in der Werbung angepriesene freistehende Haus mit großem Garten, Garage und Pool war schon immer ein falsches Versprechen. Das gilt in Zukunft erst recht.

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