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Nach Cyberangriff: IT-Dienstleister für Krankenkassen muss Sicherheitslücken schließen

  
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Der Hackerangriff auf den IT-Dienstleister Bitmarck wirft Fragen auf, die dringend geklärt werden müssen, meint unsere Autorin.

  

Die Sorge um Datensicherheit ist eines der großen Argumente gegen eine weitere Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens. Es wäre eine Katastrophe, wenn es Hackern gelänge, sensible Daten von Versicherten in großem Stil abzugreifen und diese dann im Netz zu veröffentlichen. Wenn alle Welt lesen könnte, wer schon einmal wegen psychischer Probleme in Behandlung war oder eine Abtreibung hatte.


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Bislang hätten die Versicherer seit Beginn des Krieges zwar noch keine vermehrten Schäden durch Cyberangriffe feststellen können, sie gingen aber von einem deutlich höheren Risiko aus, heißt es vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft.
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Doch ein solches Szenario ist keinesfalls abwegig, das zeigen die Ereignisse der vergangenen Tage. Hackern ist es offenbar gelungen, einen der führenden IT-Dienstleister für Krankenkassen zumindest so sehr unter Druck zu setzen, dass dieser zahlreiche Systeme vom Netz nehmen musste − Ausgang, Dauer und Konsequenzen der Misere sind ungewiss.

Mit persönlichen Gesundheitsdaten darf das einfach nicht passieren. In wenigen Monaten will Minister Karl Lauterbach die elektronische Patientenakte ePA breit für die gesetzlich Versicherten einführen. Bis dahin gilt es, mögliche Sicherheitslücken zu identifizieren und zu schließen. Eine Frage, die dabei auch zu beantworten sein wird: Wie sinnvoll und wie sicher ist es, dass die überwiegende Zahl der deutschen Krankenkassen mit einem einzigen IT-Dienstleister zusammenarbeitet?

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