China stößt mit seiner autoritären Politik an Grenzen
Mehr und mehr zeigt sich: Null Covid und Lockdowns haben nur bedingt funktioniert. China schadet sich selbst und ist momentan nicht in der Lage, mit den Herausforderungen umzugehen, glaubt unser Autor.
Was wird in Europa gestritten. Über den Umgang mit der Pandemie. Über die Haltung gegenüber Russland, die Hilfen für die Ukraine. China dagegen kommt ohne Diskussionen aus und konnte vermeintlich in Ruhe alle Klippen umschiffen, seine Interessen ohne Gegenwehr durchsetzen. So ist man es gewohnt im Reich der Mitte. Doch das harte Durchgreifen im Zuge der Null-Covid-Strategie führt nicht mehr zum angestrebten Ziel und lässt zugleich die Wirtschaft taumeln.
Maschinenbauer wundern sich
Die Maschinenbauer in Baden-Württemberg sind keineswegs schadenfroh, wenn sie sagen, dass China geschwächt aus dieser Situation hervorgehen könnte, sollte es mit seiner Corona-Politik so weitermachen wie bisher.
Verlierer wird es dann natürlich auf allen Seiten geben. Wer aber davon ausgegangen ist, dass China bewusst die Lieferketten zu seinen Gunsten umbaut, um dem Westen damit zu schaden, der muss sich inzwischen fragen, ob diese Strategie wirklich verfängt.
Es ist zu früh, um ein Urteil zu fällen. Was sich aber abzeichnet: Autoritäre Systeme kommen derzeit an Grenzen. Politik per Dekret mag effizient sein. Für den langfristigen Erfolg einer Politik aber ist unter anderem entscheidend, dass sie nicht auf Kosten der Umwelt, auf Kosten anderer Länder oder bestimmter Bevölkerungsgruppen im eigenen Land geht.
Diskutieren kostet Zeit, ist aber dennoch wichtig
Auch wenn natürlich auch in demokratischen Ländern in Bezug auf diese Punkte nichts perfekt läuft, so führt die offene Auseinandersetzung darüber letztlich doch zu Ergebnissen, die Basis für ein gedeihliches Miteinander sind. Es ist gut zu sehen, dass auch die Wirtschaft in diesem Wettstreit mehr Widerstandsfähigkeit zeigt, als viele das von ihr erwartet hätten.
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