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Baden-Württemberg sollte es anderen Bundesländern gleichtun und Kita-Gebühren abschaffen

Während in Berlin Eltern kein Geld für einen Kita-Platz ausgeben müssen, sind die Gebühren in Baden-Württemberg mit am höchsten und noch dazu von Kommune zu Kommune unterschiedlich hoch. Zeit, dem Flickenteppich ein Ende zu setzen, findet unsere Autorin.

Lisa Könnecke
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Lesezeit 1 Min
Kita
Eine Praktikantin liest in einer Kita Kindern vor.  Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Illustration

Die Schonzeit für Familien ist vorbei. Steigende Kosten für Energie und Co. machen auch vor Kitas keinen Halt. Während die Gebühren zu Corona-Lockdown-Zeiten reduziert oder teilweise ganz ausgesetzt wurden, werden sie derzeit von vielen Kommunen wieder erhöht. Man will sich dem Landessatz nähern, so die Begründung.

Was auf der einen Seite für das intakte Haushalten unvermeidbar klingt, darf auf der anderen Seite nicht auf dem Rücken der Eltern ausgetragen werden. Eine Erhöhung der Gebühren bedeutet mehr Kosten, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschweren. Im schlimmsten Fall führen sie zu Existenznöten oder Altersarmut, wenn ein Elternteil zu Hause bleiben muss und die eigene Rentenkasse nicht aufstocken kann.

In Berlin wurden unter anderem Kita-Gebühren abgeschafft

Ebenfalls nicht lösungsorientiert ist die Tatsache, dass in ganz Deutschland etwas anderes gilt. Seit der Einführung des auf Bundesebene geltenden Anspruchs auf einen Betreuungsplatz haben sich viele Bundesländer dazu entschlossen, den Elternbeitrag abzuschaffen. Darüber informiert auch das Informationsportal für Kitas, Träger, Erzieher und Eltern.

Während in Berlin Eltern kein Geld für einen Kita-Platz ausgeben müssen, sind die Gebühren in Baden-Württemberg mit am höchsten und noch dazu von Kommune zu Kommune unterschiedlich. Das Land sollte dem Flickenteppich ein Ende setzen und Elternbeiträge auf kurze oder lange Sicht endlich abschaffen. Auf der anderen Seite braucht es dafür aber auch mehr Geld vom Bund.

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