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Nosferatu-Spinne und Hauswinkelspinne – so unterscheiden sich die Achtbeiner

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Die Nosferatu-Spinne gilt im Südwesten mittlerweile als heimisch. Sie unterscheidet sich in mehreren Merkmalen von der gewöhnlichen Hauswinkelspinne.


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Es reicht bei vielen Menschen schon der bloße Gedanke an eine Spinne und schon fangen die Hände an zu schwitzen. Besonders bei Personen, die unter Arachnophobie – also der Angst vor Spinnen – leiden, lösen die Achtbeiner regelrechte Panik aus. Dabei sind die Krabbeltiere, die in Deutschland leben, ziemlich ungefährlich.

Die meisten Spinnenarten hierzulande können dem Menschen nichts antun. Selbst wenn sie zubeißen würden, kämen die meisten Tiere nicht einmal durch die Haut. Nun gibt es aber eine invasive Art, die schon etwas kräftiger zubeißen kann und sich in Baden-Württemberg ausgebreitet hat: die Nosferatu-Spinne.

Nosferatu-Spinne gilt in Baden-Württemberg als heimisch

Bereits seit einigen Jahren hat sich die Nosferatu-Spinne, die eigentlich aus dem Mittelmeergebiet kommt, in Baden-Württemberg ausgebreitet. Nun sind sich Experten sicher, dass sie mittlerweile heimisch geworden ist. 

Die Spinne findet man sowohl im Freien als auch häufig in Innenräumen, wie beispielsweise ein Heilbronner am eigenen Leib erleben musste. Aber auch von dieser Spinne, die als eine der größten Arten in Deutschland gilt, geht keine Gefahr aus. Die Achtbeiner beißen nur bei Bedrohung zu und das Gift ist ungefährlich für den Menschen. Der Biss ist vergleichbar mit dem eines Wespenstichs.

Nosferatu-Spinne und Hauswinkelspinne: So unterscheiden sich die Achtbeiner

Eine Nosferatu-Spinne und eine Hauswinkelspinne lassen sich einfach unterscheiden.
Eine Nosferatu-Spinne und eine Hauswinkelspinne lassen sich einfach unterscheiden.  Foto: Imago

Wenn nun aber eine Spinne im Haus gefunden wird, muss es nicht sofort eine Nosferatu-Spinne sein. So kann es sich auch um eine Hauswinkelspinne handeln. Doch wie lassen sich die beiden unterscheiden? Beide weisen wesentliche Erkennungsmerkmale auf:

Merkmale einer Nosferatu-Spinne

  • Körperlänge: Sie beträgt bei Männchen bis zu 13 Millimeter, Weibchen werden bis zu 19 Millimeter groß. Mit ausgestreckten Beinen erreichen die Tiere rund fünf Zentimeter
  • Vorderkörper: gelblich-weiß mit ausgedehnter schwarzer Zeichnung und weißem Augenfeld
  • Hinterleib: vorne gelb-weißlich, hinten grau gefärbt und weist eine mediane schwarze Zeichnung auf
  • Beine: gelblich-grau gefärbt mit schwarzen Ringeln. Von ihrem Aussehen her erinnert sie an eine große Wolfsspinne
  • Eine Besonderheit ist, dass sie dank ihrer Hafthaare an den Füßen auch an glatten Oberflächen wie z. B. Glaswänden klettern kann

Merkmale der Hauswinkelspinne

  • Körperlänge: Die Weibchen werden bi zu 11,5 Millimetern groß, die Männchen bis neun Millimeter, haben aber längere Beine, die eine Spannweite von acht Zentimetern erreichen können
  • Vorderkörper: Das Mal auf dem Brustschild ist in der Mitte einmal eingeschnürt, die vier seitlichen Flecken variieren stark
  • Hinterleib: wesentlich runder. Der Körper ist dicht mit weichen Haaren besetzt
  • Beine: behaart und beborstet, sind undeutlich geringelt oder gefleckt

Wer eine Spinne im Haus findet, sollte nicht in Panik verfallen. Stattdessen sollten die Tiere behutsam ins Freie gesetzt werden. 

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