Wal im Livestream: Alle Entwicklungen rund um „Timmy“ in der Ostsee
Ein neuer Rettungsplan steht Die Aktion könnte am Dienstag starten, die Vorbereitungen rund um den gestrandeten Buckelwal laufen auf Hochtouren. Ein Livestream zeigt „Timmy“ am Sonntag.
Voraussichtlich am Dienstag (28. April) soll die Rettungsaktion für den vor Wismar gestrandeten Buckelwal final starten. „Timmy“ oder auch „Hope“ genannt, liegt weiterhin im Flachwasser vor der Insel Poel. Die Vorbereitungen und Arbeiten laufen am Sonntag (26. April) auf Hochtouren. Helfer sind direkt am Wal im Einsatz. Derzeit wird mit Spannung auf den Lastkahn gewartet, mit dem die private Initiative der Buckelwal bis in die Nordsee bringen möchte. Ein Livestream von News5 zeigt „Timmy“ am Sonntag.
Livestream zeigt Buckelwal: „Timmy“ liegt weiter vor der Insel Poel
Das Interesse an dem Schicksal von „Timmy“ und rund um den Buckelwal bleibt groß. Auch am Sonntag (26. April) sind teils über 25.000 Zuschauer auf dem Livestream. Was auffällt: Der Wasserstand ist etwas höher als am Vortag, der Wal liegt etwas tiefer im Meer. Am Mittag sind erneut Helfer zu sehen, die Eimer mit Meerwasser über den Wal schütten, um die Haut des Tiers zu schützen.
Lastkahn ist unterwegs: Wal-Transport könnte am Dienstag stattfinden
Die große Rettungsaktion soll voraussichtlich am Dienstag (28. April) starten. Der für den Transport des Buckelwals vorgesehene Lastkahn könnte nach Angaben aus dem Team Sonntagnacht oder Montagfrüh an der Insel Poel ankommen.
Der eigentliche Transport des Tieres mit der sogenannten Barge sei für Dienstag geplant, sagte der an dem privaten Versuch beteiligte Tauchunternehmer Fred Babbel. Voraussetzung für den Zeitplan sei unter anderem, dass es etwa im Nord-Ostsee-Kanal, durch den die Barge hindurch muss, keine Störung des Schiffsverkehrs gibt.
Nach Angaben der Initiative, die den Walbullen bis in die Nordsee oder sogar in den Atlantik bringen möchte, war der Kahn am frühen Sonntagmorgen in Geesthacht in Bewegung gesetzt worden.
Inzwischen sei die Barge, die keinen eigenen Antrieb hat, an ein anderes Schubboot gekoppelt worden, da das vorherige nur auf der Elbe fahren könne, sagte Babbel. Demnach setzte der Verbund seinen Weg Richtung Brunsbüttel und Nord-Ostsee-Kanal fort. In Kiel stehe der Schlepper „Robin Hood“ bereit, um die Barge zu übernehmen.
Arbeiten laufen auf Hochtouren für den nächsten Rettungsversuch von „Timmy“
Vor dem eigentlichen Einsatz müsse die Barge in Wismar noch vorbereitet werden, hieß es weiter. Unter anderem müsse noch ein Schott gewechselt werden, sagte Babbel. Vor Poel werde noch die Zufahrt vom Wal bis in die tiefere Fahrrinne verbreitert. „Wir sind da noch beim Arbeiten, beim Spülen, Saugen.“
Wal „Timmy“ soll bis in die Nordsee gebracht werden – wie die Rettung gelingen soll
Mit Sand gefüllte „Big Bags“ im Wasser sollen „Timmy“ in seiner Kuhle stützen und von noch flacherem Gewässer fernhalten, wie die Deutsche Presse-Agenur (dpa) berichtet. Tagelang ist an einer Rinne gearbeitet worden, durch die das Tier Richtung Fahrwasser bewegt werden soll.
Im Fahrwasser soll ein 50 mal 30 Meter großer, mit Wasser gefüllter Lastkahn warten, der den Meeressäuger – wenn alles glattläuft – in Richtung Nordsee schippern wird. Durch eine geöffnete Klappe am Heck soll der Wal entweder selbstständig in den Kahn schwimmen oder behutsam hineinbugsiert werden.
„Notfalls müssen wir diese Hilfsmittel, diese weichen Schlingen, mit dazunehmen, vielleicht kriegen wir’s auch so hin“, sagte dDie an der Aktion beteiligte Kleintierärztin Kirsten Tönnies. (lis/dpa)


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