Wieder neuer Rekord bei Diesel-Preisen – auch Benzin kratzt am Allzeithoch
Der Dieselpreis verzeichnet inzwischen das sechste Allzeithoch in Folge, auch Benzin könnte bald so teuer wie nie sein. Seit Start des Iran-Kriegs ist Diesel fast 70 Cent teurer geworden.
Die Spritpreise jagen aktuell ein Rekord nach dem anderen. Nachdem am Ostersonntag das fünfte Allzeithoch beim Dieselpreis erreicht wurde, gab es am Ostermontag (6. April) direkt das sechste Allzeithoch in Folge. Nun kratzt auch der Benzinpreis am bisherigen Rekord aus dem März 2022, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht.
Tanken wird immer teurer – Rekordjagd bei den Diesel- und Spritpreisen
Ein Liter der „günstigsten“ Sorte Super E10 kostete laut ADAC im bundesweiten Tagesdurchschnitt am Montag 2,192 Euro. Das waren 1,1 Cent weniger als beim Allzeithoch 2022. Ein Liter Diesel kostete 2,443 Euro.
Damit fiel der Preisanstieg von Sonntag zu Montag zumindest geringer aus als zuletzt. E10 verteuerte sich nur um 0,1 Cent, Diesel um 0,3 Cent. Vergangene Woche hatten die Preise noch teilweise um mehrere Cent pro Tag zugelegt.
Laut Clever-Tanken kostet der Liter Diesel in Heilbronn gegen 11 Uhr am Dienstag (7. April) im Schnitt 2,430 Euro. Der Liter Super E10 liegt im Schnitt bei 2,139 Euro. Spannend wird es dann um 12 Uhr, wenn die Tankstellen die Preise wieder erhöhen dürfen.
Diesel seit Iran-Krieg fast 70 Cent teurer geworden
Angesichts der hohen Spritpreise in Deutschland ist bereits das „Österreichisch-Modell“ zum 1. April eingeführt worden. Preise an den Tankstellen dürfen nur einmal pro Tag um 12 Uhr am Mittag erhöht werden. Außerdem bekommt das Bundeskartellamt mehr Befugnisse: Unternehmen sollen künftig darlegen müssen, dass Preissteigerungen sachlich gerechtfertigt sind. Bislang zeigen die Maßnahmen allerdings noch keine Wirkung.
Verglichen mit dem letzten Tag vor Einführung der 12-Uhr-Regel am 1. April, hat sich E10 seither um weitere 8,5 Cent pro Liter verteuert, Diesel um 12,7 Cent. Im Vergleich zum letzten Tag vor Start des Iran-Kriegs ist es noch deutlich mehr: gut 41 Cent bei E10 und fast 70 Cent bei Diesel.
Forderungen nach wirksamen Maßnahmen werden laut. Dabei gibt es verschiedene Optionen, die in der Politik aktuell diskutiert werden. (ADAC/dpa/lis)

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