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Entspannende Wirkung

Mini-Teiche in den Garten integrieren: So gelingt’s

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Mit einfachen Mitteln und kreativen Ideen lassen sich Wasserflächen auch in den kleinen Garten einbauen – pflegeleicht und voller natürlicher Schönheit.

Wer sich nach Wasser und Seerosen sehnt, kann auch auf Balkonien einen kleinen Teich anlegen.
Wer sich nach Wasser und Seerosen sehnt, kann auch auf Balkonien einen kleinen Teich anlegen.  Foto: Julia Bresching/dpa

Wasser fasziniert. Ob still oder plätschernd: Es beruhigt, kühlt und hat eine belebende Wirkung. Selbst in kleinen Gärten kommen Mini-Teiche groß raus. Für ihre Gestaltung mit Wasser gibt es viele Möglichkeiten. Gerade in kleinen Gärten hat Wasser enorme Wirkung. Es bringt Tiefe ins Bild, reflektiert Licht und schafft eine entspannende Atmosphäre.

Bei der Planung sollte man schauen, wie viel Platz man zur Verfügung hat, ob man bewegtes Wasser (mit Pumpe) oder ein stilles Becken haben möchte, und wo der beste Standort ist. Denn in der prallen Sonne, in der sich das Wasser schnell erwärmt, bilden sich Algen. Für stehendes Wasser ist Schatten ideal.

Für kleine Flächen: Gefäße oder Schalen verwenden und mit Schwimmpflanzen schmücken

Wer Tieren etwas Gutes tun will, der setzt auf einen Naturteich. Dieser sollte mindestens eine Fläche von sechs Quadratmetern aufweisen. Farbenprächtige Stauden und Ziergräser am Rand sorgen für optische Attraktivität. Wer weniger Platz hat – etwa auf Balkon oder Terrasse – dem bieten erfrischende Ideen etliche Gestaltungsoptionen.

Für kleine Flächen ist ein auf den Boden gestelltes Gefäß ideal. Das kann eine flache Keramikschale mit Schwimmpflanzen sein, ein kleines Wasserspiel, eine Zinkwanne oder ein Holzfass. Die unterschiedlichen Materialien bieten unterschiedliche Vorzüge: So ist die Zinkwanne dekorativ, robust und stabil, sie kann aber mit der Zeit rosten. Natürlich wirkt ein Holzfass. Dieses muss aber mit einer Teichfolie abgedichtet werden. Edel wirken Keramikschalen. Diese sind aber nicht winterfest.

Mini-Teich aufbauen: So sorgt man für Stabilität

Der Aufbau eines Mini-Teiches ist einfach. Zunächst wird das Gefäß gereinigt und eventuell abgedichtet. Eine Schicht Steine oder Kies einfüllen. Diese gibt dem Mini-Teich Stabilität. Danach kommen die Wasserpflanzen. Verwendet werden Pflanzkörbe mit Teicherde. Das Gefäß mit Wasser befüllen und, wenn gewünscht, ein kleines solar- oder pumpenbetriebenes Wasserspiel einsetzen.

Meist dauert es ein paar Wochen, bis sich das biologische Gleichgewicht einstellt. Bei den Pflanzen ist eine Mischung aus Sauerstoffspendern, Schwimm- und Sumpfpflanzen ideal. Beim Kauf auf den Wuchstyp achten – und nicht zu viel Grünzeug einsetzen.

Diese Schwimmpflanzen eignen sich

Für kleine Teiche eignen sich die Wasserpest – ein unterirdisch wachsender Sauerstoffspender, die Kleine Wasserlinse als Schwimmpflanze und der auf der Oberfläche treibende Froschbiss. Für eine größere Oberfläche sind Hechtkraut und die Sumpfdotterblume eine gute Wahl.

Am schönsten wirken Mini-Teiche, wenn sie in den Garten eingebettet sind – etwa eine große Terrakottaschale im Kiesbeet, die von Kräutern umrahmt wird. Platzsparend und rückenschonend ist die Wasserfläche im Hochbeet oder in einem Pflanzkübel. Schön anzusehen sind wassergefüllte Gefäße, die von Farnen und Funkien umrahmt werden. Solarlampen oder LED-Beleuchtung setzen sie ins rechte Licht.

Den Mini-Teich pflegen: Laub und Algen entfernen, regelmäßig nachfüllen

Und nein: Ein Mini-Teich braucht nicht viel Zuwendung. Etwas mehr als ein Zimmerbrunnen, aber weniger als ein bepflanzter Blumenkasten. Dazu gehört es, das Wasser regelmäßig nachzufüllen, Laub und Algen zu entfernen, die Pflanzen im Herbst zurückzuschneiden und das Gefäß im Winter frostfrei zu stellen. Weitere Tipps und Tricks für Hobbygärtner gibt es hier.

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