Medienberichte: Suche nach vermisster SZ-Journalistin am Inn – "Auto gefunden"
Medienberichten zufolge sucht ein Großaufgebot an Einsatzkräften nach der stellvertretenden SZ-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid. Nach den gegen sie erhobenen Plagiatsvorwürfen galt sie seit Donnerstag als vermisst.

Wie die Passauer Neue Presse (PNP) berichtet, wurden die Retter am Donnerstagmorgen zur der Suche nach einer vermissten Journalistin alarmiert. Sowohl Kräfte aus Österreich als auch aus Deutschland seien am Fluss Inn im deutsch-österreichischen Grenzgebiet im Einsatz gewesen – zunächst ohne Erfolg. Die Suche im Inntal soll am Freitag fortgesetzt werden, berichtet Merkur.de am Freitagmorgen.
Bericht: Vermisste Journalistin wohl stellvertretende SZ-Chefredakteurin
Bei der Vermissten soll es sich um Alexandra Föderl-Schmid, stellvertretende Chefredakteurin der Süddeutschen Zeitung (SZ) handeln, wie die PNP mit Verweis auf Informationen der Mediengruppe Bayern berichtet. Die Polizei könne derzeit einen Suizid nicht ausschließen. Das Auto von Föderl-Schmid sowie ein „Abschiedsbrief“ seien gefunden worden, heißt es weiter.
Föderl-Schmidt zog sich nach Plagiatsvorwürfen vom SZ-Tagesgeschäft zurück
Föderl-Schmidt sah sich zuletzt mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert. Die Süddeutsche Zeitung hatte am Montag bekannt gemacht, dass sich Föderl-Schmid wegen der Vorwürfe vorübergehend aus dem Tagesgeschäft zurückziehe und dass eine externe Kommission mit der Prüfung beauftragt worden sei.
Die Vorwürfe zu ihrem Umgang mit Quellen in ihren Artikeln waren im Dezember aufgekommen, der Branchendienst "Medieninsider" hatte darüber berichtet. Die Chefredaktion hatte eingeräumt, dass es von Föderl-Schmid einen fehlerhaften Umgang gegeben habe.
Die überregionale Tageszeitung machte am Montag zudem bekannt, dass Föderl-Schmid die Uni Salzburg gebeten habe, ihre 1996 eingereichte Doktorarbeit zu überprüfen. Hintergrund sind Vorwürfe, die durch eine Plagiatsprüfung des Kommunikationswissenschaftlers Stefan Weber aufgekommen sind. Das Portal Nius, dessen prominentester Journalist der ehemalige "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt ist, ist Auftraggeber Webers.
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