Krebsvorstufe bei Vanessa Mai
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Für wen die HPV-Impfung empfohlen wird – und wann die Krankenkasse zahlt

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Sängerin Vanessa Mai spricht offen über eine HPV-bedingte Krebsvorstufe – und wirbt nun für Aufklärung. Eine HPV-Impfung übernehmen viele Krankenkassen, teils sogar über die Altersgrenzen hinaus.


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Vanessa Mai machte öffentlich, dass bei ihr eine Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert wurde – wohl durch HPV ausgelöst. Erst kürzlich verriet die Sängerin, die in rund einer Woche beim Festival Haigern Live auftritt, wie es nach dem Anruf ihrer Frauenärztin weiter ging.

Häufig wird HPV nur mit Gebärmutterhalskrebs in Verbindung gebracht. Warum das nicht richtig ist und wie wichtig Impfung und Vorsorge sind, erklärte eine SLK-Ärztin der Heilbronner Stimme bereits. 

HPV-Impfung: Was die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt

Die HPV-Impfung schützt zuverlässig vor den gefährlichsten Typen des Humanen Papillomvirus (HPV), die unter anderem Gebärmutterhalskrebs, aber auch Penis-, Anal- und Rachenkrebs auslösen können. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren – möglichst vor dem ersten sexuellen Kontakt. In diesem Alter übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die vollständigen Kosten.

Auch Nachholimpfungen bis zum Alter von 17 Jahren sind abgedeckt. Dabei reicht die Vorlage der Versichertenkarte beim Arzt. Für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren sind zwei Impfdosen vorgesehen, ab 15 Jahren sind drei notwendig.

Wer übernimmt die Kosten für eine HPV-Impfung und was zahlt die Krankenkasse?

Viele Krankenkassen übernehmen die HPV-Impfung auch über die Stiko-Empfehlung hinaus – allerdings mit unterschiedlichen Bedingungen, wie drei Krankenkassen auf Stimme-Nachfrage mitteilten:

  • Die AOK Baden-Württemberg erstattet die Impfkosten ab dem 18. Lebensjahr nach individueller ärztlicher Prüfung im Rahmen einer Satzungsleistung. Die Kosten müssen zunächst privat übernommen und anschließend eingereicht werden.
  • Die IKK Südwest erstattet die HPV-Impfung unabhängig von Alter oder Geschlecht gegen Vorlage der Rechnung – ohne Einschränkung auf eine bestimmte Altersgruppe.
  • Die Techniker Krankenkasse (TK) übernimmt die Kosten als sogenannte Mehrleistung für Frauen und Männer ab dem 18. bis einen Tag vor dem 27. Geburtstag. Versicherte zahlen lediglich die gesetzliche Zuzahlung für den Impfstoff. Weitere Informationen und eine Entscheidungshilfe hat die TK auf ihrer Webseite veröffentlicht.

HPV-Impfung: Wie hoch sind die Kosten ohne Erstattung?

Wer die Impfung selbst zahlen muss, sollte mit folgenden Beträgen rechnen:

  • Eine Impfdosis kostet je nach Impfstoff rund 170 bis 197 Euro.
  • Für eine vollständige Immunisierung mit drei Dosen fallen bis zu 560 Euro allein für den Impfstoff an.
  • Hinzu kommen ärztliche Gebühren für Beratung, Verordnung und Durchführung der Impfung, die je nach Praxis zusätzlich zu Buche schlagen.

Insgesamt können also Kosten von bis zu 600 Euro für eine vollständige HPV-Impfung anfallen. Wer plant, sich impfen zu lassen, sollte vorab ärztlich klären, welche Gesamtkosten entstehen und ob ein Teil davon von der Krankenkasse übernommen werden kann.

Kosten für HPV-Impfung: Vorab Infos bei Krankenkasse einholen

Dass sich eine HPV-Impfung nicht nur für Jugendliche, sondern auch für junge Erwachsene lohnt, darüber sind sich die Experten einig. Viele Krankenkassen bieten über die gesetzlichen Leistungen hinaus freiwillige Kostenerstattungen an. Wer nicht mehr zur Stiko-Zielgruppe gehört, kann sich bei seiner Krankenkasse über mögliche Zusatzleistungen informieren und den Impfschutz rechtzeitig nachholen.

Hinweis: Teile dieses Textes wurden unter Mithilfe einer Künstlichen Intelligenz erstellt und von unserer Redaktion überprüft.

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