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Sonnenbrand erhöht Hautkrebs-Risiko: Was im Sommer wichtig ist

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Ein Sonnenbrand ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Was also tun, um sich bestmöglich zu schützen?

Von Milea Erzinger

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Endlich ist er so richtig da, der Sommer in Baden-Württemberg. Das Thermometer klettert Ende Juli über die 30-Grad-Marke – der Himmel zeigt sich beinah wolkenlos. Doch wenn die Sonne dem Südwesten ordentlich einheizt, kann das für viele Menschen schwere, gesundheitliche Folgen haben. Nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme steigt rapide, auch die Haut wird zur Gefahrenzone. Wer sich vor Sonnenbrand schützen möchte, sollte jedoch einiges beachten. 

Unter Sonnenbrand wird eine akute Entzündung der Haut verstanden, die durch übermäßige UV-Strahlung verursacht wird. Er äußert sich durch Rötungen, schmerzhaftes Brennen und kann langfristig das Hautkrebsrisiko erhöhen, wie zahlreiche Studien bereits beweisen. Besonders gefährdet sind Menschen mit heller Haut, aber auch dunklere Hauttypen sollten sich nicht ungeschützt in die Sonne begeben.

Vor Hautkrebs schützen: So lang sollten die unterschiedlichen Hauttypen maximal in der Sonne bleiben

Jeder Sonnenbrand schädigt die Haut und erhöht das Risiko für Hautkrebs. Daher ist der richtige Umgang mit der Sonne besonders wichtig. Sehr helle Hauttypen (Sommersprossen, rote Haare) sollten nicht länger als drei bis zehn Minuten ungeschützt in der Sonne bleiben, erklärt die Krankenkasse DAK-Gesundheit.

Sonnenbrand ist eine akute Entzündung der Haut. (Symbolbild)
Sonnenbrand ist eine akute Entzündung der Haut. (Symbolbild)  Foto: Stephanie Pilick/dpa/dpa-tmn

Helle Hauttypen (blonde Haare, blaue Augen) sollten sich demnach maximal 20 Minuten sonnen, und hellere bis dunkelbraune Hauttypen (dunkle Haare und Augen) benötigen nach 30 Minuten einen Sonnenschutz. Diese Vorsichtsmaßnahmen sind besonders relevant, um akuten Hautschäden und langfristigen Gesundheitsrisiken vorzubeugen.

Den richtigen Lichtschutzfaktor finden: Welcher Hauttyp benötigt was?

Oft entstehen Sonnenbrände aber auch, weil ein zu geringer Lichtschutzfaktor gewählt wird. Generell gilt: Je heller der Hauttyp, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor (LSF) sein. Sehr helle und helle Hauttypen benötigen etwa für einen Tag am Strand in südlicheren Ländern LSF 50. Für heimische Sommer genügt meist LSF 30. Dunklere Hauttypen sind im Urlaub mit LSF 30 in der Regel ausreichend geschützt, zu Hause reicht LSF 15, so die DAK-Gesundheit.

Die Krankenkasse betont aber auch, wie wichtig es ist, nicht an der Sonnencreme zu sparen. Drei Esslöffel sollten bei jedem Eincremen verwendet werden – und zwar alle zwei Stunden. Dies stellt sicher, dass der Schutz konstant bleibt, insbesondere dann, wenn man schwitzt oder ins Wasser geht. Doch Vorsicht: von abgelaufener Sonnencreme sollten unbedingt die Finger gelassen werden. Ob der reine Schutzfaktor der Sonnencreme nach Ablauf der generellen Schutzzeit weiterhin gültig ist, berichtete die Heilbronner Stimme bereits.

Textil statt Creme: Passende Kleidung sorgt für den besseren Schutz vor Sonnenbrand

Kleidung ist für den Sonnenschutz der Haut wichtiger als Sonnencreme. Mehrere große medizinische Fachgesellschaften empfehlen, starke Sonneneinstrahlung stets zu vermeiden – insbesondere zwischen 11 Uhr und 16 Uhr. Vor allem Kinder und Sportler sollten dann spezielle UV-Kleidung tragen, so die Stiftung Gesundheitswissen. Diese Kleidungsstücke sind speziell konzipiert, dass sie UV-Strahlen abhalten und somit zusätzlichen Schutz bieten.

Auch eine Sonnenbrille mit einhundert Prozent UV-A- und UV-B-Schutz wird empfohlen, um die Augen vor schädlichen UV-Strahlen zu bewahren, so die Stiftung Gesundheitswissen weiter. Es sollte außerdem daran gedacht werden, dass auch im Schatten oder an bewölkten Tagen UV-Strahlen die Haut immer noch erreichen können. Daher sollte der Schutz auch hier nicht vernachlässigt werden.

Am besten gar nicht erst einen Sonnenbrand bekommen! Dabei hilft es, den Schatten zu suchen.
Am besten gar nicht erst einen Sonnenbrand bekommen! Dabei hilft es, den Schatten zu suchen.  Foto: Thomas Warnack/dpa/dpa-tmn

Sonnenbrand im Alltag vermeiden: Mittagssonne und Sonnenschutz im Auto

Doch neben der Wahl der richtigen Sonnencreme oder Kleidung gibt es noch einige weitere, wichtige Maßnahmen, die vor Sonnenbrand bewahren können. Auch im Auto sollte zum Beispiel der Sonnenschutz nicht vergessen werden. UV-Strahlen können durch die Fenster dringen und so zu Hautschäden führen können, so der ADAC.

Eine weitere Schutzmaßnahme, um Sonnenbrand vorbeugen zu können, ist, sich regelmäßig über den aktuellen örtlichen UV-Index zu informieren. Desto höher der Index, desto höher das Sonnenbrandrisiko. Ab einem UV-Index über zwei sind Schutzmaßnahmen erforderlich, erklärt die Krankenkasse AOK. Meistens ist dies über die Mittagsstunden der Fall. Outdoor-Aktivitäten sollten dann dementsprechend geplant werden.

Bei einem Index ab acht empfehlen die Krankenkassen, sich möglichst gar nicht im Freien aufzuhalten. Wer doch draußen unterwegs ist, sollte unbedingt Schatten suchen. Besonders wichtig ist das in Gegenden mit hoher UV-Strahlung, wie in Bergregionen oder am Wasser.

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