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Grippe-Saison trifft Heilbronn: So schützt man sich vor Influenza-Viren

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Winterzeit ist Grippezeit und auch in Heilbronn steigen die Zahlen an Influenza-Erkrankten. Wer ein paar einfache Maßnahmen beachtet, kann möglichst grippefrei durch die kalten Monate kommen. 

Von Ann-Kathrin Greinert

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Plötzliches hohes Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen sind meist die ersten Anzeichen einer Influenza. Fast von der ersten Minute an sind die meisten Betroffenen an das Bett gefesselt. Im Gegensatz zum leichteren grippalen Infekt kann eine Erkrankung mit Influenzaviren gerade für ältere Menschen und kleine Kinder gefährlich werden. Etwa dann, wenn schwere Lungenentzündungen oder Herzprobleme dazukommen. Auch in Heilbronn steigen die Zahlen der an Influenza Erkrankten. Wie also schützt man sich dagegen am besten?

Gegen Fieber, Schnupfen und Gliederschmerzen – mit Tipps vor Grippe schützen

Egal ob leichte Erkältung oder Grippe, beides ist sehr unangenehm und belastend für den Körper. Wer sich richtig vor Ansteckungen schützt, hat die größtmögliche Chance, gesund durch den Winter zu kommen. Auf diese Dinge sollte jeder achten:

  • Regelmäßig zu Hause lüften und reinigen
  • Einen Mund-Nasen-Schutz tragen
  • Aufs Händeschütteln und Umarmen verzichten
  • Regelmäßiges Händewaschen
  • Nicht ins Gesicht fassen
  • Das eigene Immunsystem stärken

Fenster auf, Viren raus: Richtiges Lüften hilft, Grippe-Erreger in der Luft zu reduzieren

Durch regelmäßiges Lüften kann laut Robert Koch-Institut (RKI) die Übertragungswahrscheinlichkeit von Atemwegserregern reduziert werden. Die Techniker Krankenkasse rät auf ihrer Webseite dazu, mindestens drei- bis viermal täglich für rund fünf Minuten die Fenster aufzureißen. Grippeviren werden nicht nur durch die Atemluft übertragen, sondern auch durch Schmierinfektionen.

Aus diesem Grund sollten Dinge, die oft angefasst werden, regelmäßig gereinigt werden. So auch unbedingt das eigene Handy, hier tummeln sich laut Techniker Krankenkasse im Durchschnitt etwa 100 verschiedene Bakterienarten. Türklinken und Treppengeländer sind ebenfalls ideale Virenübermittler. 

Wer Maske trägt, schützt sich und andere vor Influenza-Erkrankungen

Eine allgemeine Maskenpflicht gilt zwar schon lange nicht mehr, doch gerade im Winter kann durch das korrekte Tragen des Mund-Nasen-Schutzes das Übertragen von Krankheitserregern verhindert werden. Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen können eine Maske zum Selbstschutz tragen. Auch in Phasen mit starker Virenzirkulation, wie in Innenräumen, kann der Mundschutz laut RKI einen zusätzlichen Schutz vor Infektionen bieten. Wer schon erkrankt ist und nicht nur das Bett hüten will, sollte eine Maske zum Fremdschutz tragen. 

Umarmungen und Händewaschen: Von dem einen mehr und dem anderen weniger 

Auch wenn die Umarmung der besten Freundin oder des eigenen Partners ein liebgewonnenes Ritual ist und das Händeschütteln einfach zu den Gepflogenheiten der heutigen Gesellschaft dazugehört, sollte gerade im Winter genau auf diese Dinge verzichtet werden. Ein bisschen Mut gehört natürlich dazu, die Freundin zu bitten, auf das Umarmen zu verzichten, oder dem Chef nicht wie gewohnt die Hand zu geben. Mit einer kurzen Erklärung werden die meisten aber sicherlich auf Verständnis stoßen. Wenn die Hand jetzt aber doch schneller geschüttelt als weggezogen wurde, dann hilft ein kurzes Händewaschen und alles ist wieder virenfrei. 

Das Händewaschen ist für die meisten Menschen eine feste Routine im Alltag. Händewaschen vor dem Essen, nach dem Toilettengang oder nach Fahrten in Bus und Bahn – all das hilft, die Übertragung von Viren und Bakterien zu minimieren. Noch wichtiger wird es in Zeiten von Grippewelle und Co. „Regelmäßig und gründlich heißt hier die Devise“, so die Techniker. Die Hände sollten mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife geschrubbt werden. Wer unterwegs ist und kein Waschbecken in der Nähe hat, kann auf Desinfektionstücher zurückgreifen. Wichtig: Die Hände müssen vor dem Desinfizieren trocken sein. 

800 Berührungen am Tag: Doch jede davon kann Viren auf den eigenen Körper übertragen

Laut National Geographic fassen sich Menschen am Tag knapp 800 Mal ins Gesicht. Die meisten Berührungen davon passieren ganz unbewusst. Umso schwieriger ist es, diesen Reflex zu unterdrücken. Doch für Grippeviren gibt es nichts Einfacheres, als von unseren Fingern in den Mund oder die Nase zu gelangen und sich dann dort auszubreiten. Generell gilt also: Die Hände sollten so wenig wie möglich Augen, Mund und Nase berühren. 

Wer sich um sein Immunsystem kümmert, kann sich gegen Grippe und Erkältung verteidigen

Die beste Hygiene hilft wenig, wenn das eigene Immunsystem nur noch auf Sparflamme läuft. Um Viren direkt den Kampf anzusagen, ist ein gesundes Immunsystem notwendig. Mit ein paar Verhaltensweisen kann laut Techniker Krankenkasse das Abwehrsystem unseres Körpers gepusht werden. Ausreichend Schlaf und Entspannungspausen können dabei helfen. Auch das Vermeiden von Alkohol, Nikotin, Stress und Überanstrengung ist dem Immunsystem zuträglich. „Nur mal eben mit dünner Jacke das Haus verlassen“ ist dagegen nicht die richtige Einstellung für den Winter. Wer nicht friert und warm genug angezogen ist, schwächt sein Immunsystem nicht zusätzlich. Eine gesunde Ernährung und regelmäßiger Sport sind ebenfalls Komponenten, die die Abwehr des Körpers unterstützen.

Ein Piks für mehr Schutz: Die Grippeimpfung als Präventionsmaßnahme

Wer dem Körper noch mehr Schutz gegen Viren ermöglichen möchte, kann sich gegen Influenza impfen lassen. Die Techniker Krankenkasse rät vorrangig Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren, chronisch Kranken und Personen mit viel Personenkontakt, sich impfen zu lassen. Laut RKI dauert es nach einer Grippeimpfung 10 bis 14 Tage, bis ein vollständiger Impfschutz aufgebaut ist. Um sich rechtzeitig zu schützen, empfiehlt das Institut deswegen eine Impfung von Oktober bis Mitte Dezember. Wurde der kleine Piks versäumt, kann er aber auch nachgeholt werden. Schließlich ist nie sicher, wann eine Grippewelle entsteht und vor allem, wie lange sie andauert.

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