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Fünf Fitness-Mythen auf dem Prüfstand

Viele Empfehlungen zu einem erfolgreichen Training hört man immer wieder. Was dahinter steckt, haben wir mit zwei Expertinen geprüft.

Katharina Müller
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Lesezeit 1 Min
Fitness-Ziele
Fitnesstipps gibt es viele. Doch was davon stippt tatsächlich?  Foto: Markus Hibbeler/dpa-tmn

Im Gespräch unter Sportlern und im Internet liest und hört man viele Empfehlungen für einen guten Trainingserfolg. Einige davon halten sich hartnäckig, obwohl sie nachweislich falsch sind. Andere klingen komisch, bringen aber wirklich einen Effekt. Mithilfe von Ernährungsfachkraft Iris Baumann und Bewegungsexpertin Nina Landwehr von der AOK Heilbronn haben wir fünf dieser Mythen unter die Lupe genommen.

Magnesium hilft gegen Muskelkrämpfe.

"Das ist wissenschaftlich nicht belegt", sagt Iris Baumann. Denn bei Krämpfen sei der Mangel an Elektrolyten wie Magnesium nur eine von mehreren möglichen Ursachen. Wenn Krämpfe öfter auftreten, könne man durch eine Blutuntersuchung überprüfen lassen, ob ein Mangel an Magnesium, Natrium, Kalium oder Calcium vorliegt.

Apfelschorle ist das beste Fitness-Getränk.

Im Breitensport eignet sich Apfelschorle gut als Fitnessgetränk, bestätigt die Ernährungsberaterin. "Empfohlen wird ein Mischungsverhältnis von zwei Drittel natriumreichem Mineralwasser und einem Drittel Saft." Das entspreche in etwa der Wirkung isotonischer Getränke, die schnell ins Blut gelangen und dem Körper so Energie und wichtige Mineralstoffe liefern.

Erst nach 20 Minuten beginnt die Fettverbrennung.

Grundsätzlich beginnt die Fettverbrennung sofort, weiß Nina Landwehr. "Der Körper zieht bereits in den ersten Minuten der Belastung Fette als Energiespeicher heran, allerdings nimmt dies prozentual bei längerem Training zu." Wie hoch die Fettverbrennung ist, hänge jedoch von vielen Faktoren ab: Wann wurde zuletzt gegessen? Was wurde gegessen? Wie viele Kohlenhydrate stehen dem Körper direkt zur Energieproduktion zur Verfügung? Was wird trainiert? Eine pauschale Aussage lasse sich da nicht machen.

Wer nicht schwitzt, trainiert nicht richtig.

"Das kann ich so nicht bestätigen, denn Schwitzen hat primär was mit der Temperaturregulation des Körpers zu tun und nicht mit dem Grad der Fitness", erklärt die Expertin. Wie viel Schweiß produziert werden müsse, um die Körpertemperatur zu regulieren, sei individuell sehr unterschiedlich. Es komme etwa auf die Art der Belastung und die Umgebungstemperatur an. Trainierte Sportler schwitzten schneller aber dosierter und schieden weniger Elektrolyte aus.

Beim Krafttraining wird Fett in Muskeln umgewandelt.

Das stimmt so nicht. Muskelaufbau und Fettreduktion hängen aber laut Nina Landwehr sehr wohl zusammen: "Die Muskulatur wird durch das Training aufgebaut, arbeitet effektiver und verbraucht mehr Energie. Dadurch wird Fett reduziert."

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