Vergleich zeigt: Kfz-Versicherung für E-Autos deutlich teurer als für Verbrenner
Elektroautos sind nicht nur in der Anschaffung teurer – sondern auch bei der Kfz-Versicherung. Laut Berechnungen des Portals Verivox sind die Kosten bei der Vollkasko deutlich höher als bei Benzinern und Diesel-Fahrzeugen.
Die neuen Typklassen stehen fest, wodurch die Kfz-Versicherung für einige Autofahrer teurer wird. Auch im Raum Heilbronn verändern sich die Beiträge für die Kfz-Versicherung. Dabei gibt es jedoch Unterschiede zwischen Elektroautos und Verbrennern – vor allem bei der Vollkasko-Versicherung.
Verivox-Berechnungen zeigen: Kfz-Versicherung für Elektroautos teurer als für Verbrenner
Elektroautos kosten in der Anschaffung mehr als ein vergleichbarer Verbrenner – und auch die Reparaturen sind teurer. Das schlägt auf die Kfz-Versicherung durch. Elektroautos sind nach Berechnungen des Portals Verivox bei den Kosten der Kfz-Vollkaskoversicherung teurer als Fahrzeuge mit herkömmlichem Motor, berichtet die „dpa“.
Die Versicherer haben die Preise ihrer Policen sowohl für reine Elektroautos als auch für Hybridfahrzeuge in diesem Jahr stärker erhöht als bei vergleichbaren Verbrennern, wie das Unternehmen mitteilte. Die Vollkasko-Versicherung ist demnach für beide Arten von Elektrofahrzeugen im Mittel 30 Prozent teurer als im Vorjahr, während die Policen für Benziner und Diesel im Preis um 25 Prozent gestiegen sind.
Autofahrer, deren Kfz-Versicherung teurer geworden ist, können mit ein paar Tipps immerhin eine etwas günstigere Police erzielen.

E-Autofahrer melden weniger Schäden – und haben dennoch höhere Kosten
Vollkasko-Tarife decken im Gegensatz zur Kfz-Haftpflicht auch die Schäden am eigenen Auto ab, daher fallen bei diesen Tarifen die elektrospezifischen Reparaturkosten viel stärker ins Gewicht als bei Verbrennern. Nach Zahlen des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vom Juli kostet die Reparatur eines Elektroauto-Schadens im Schnitt ein Viertel mehr als bei einem vergleichbaren Verbrenner.
Gleichzeitig sind Elektroautos jedoch weniger reparaturanfällig, oder deren Fahrer vorsichtiger: E-Autobesitzer melden demnach durchschnittlich 20 Prozent weniger Schäden als die Halter von Benzin- und Dieselautos. Die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht deckt nur die Schäden an fremden Autos und sonstigem Eigentum, in dieser Kategorie gibt es laut GDV nur geringfügige Preisunterschiede.
Versicherer können Risiken bei Elektroautos mittlerweile besser berechnen
„Die höheren Kosten und die präzisere Risikoeinschätzung spiegeln sich nun in den Versicherungstarifen wider", sagte Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. Die höheren Durchschnittskosten bedeuten laut Verivox aber nicht, dass auch jeder einzelne Verbrenner günstiger in der Versicherung wäre.
In den Modellrechnungen waren laut Verivox abgesehen vom Fahrzeug die Rahmenbedingungen identisch: Als Fahrer wurde ein 40-jähriger Einwohner der westfälischen Stadt Münster mit einer jährlichen Fahrleistung von 13.000 Kilometern und der Schadenfreiheitsklasse 10 zu Grunde gelegt. Verivox vertreibt als Online-Makler über sein Portal Versicherungsverträge, die Auswertung umfasste rund 400 Tarifangebote von über 70 Versicherern.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare