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Oster-Delikatesse

Höfe in Ittlingen und Kirchardt starten Spargel-Verkauf – zu welchen Preisen?

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Kurz vor Ostern startet auch im Landkreis Heilbronn der Verkauf von Spargel. Zwei Hofbetreiber aus dem Kraichgau äußern sich zur Ernte – und zu den Preisen. 


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Pünktlich vor den Osterfeiertagen steht die Spargelsaison im Heilbronner Land in den Startlöchern. Den Anfang machen zwei Höfe im Kraichgau. Ab Dienstag, 31. März, gibt es das Gemüse im Hofladen „Kraichgau Spargel“ der Familie Keller in Ittlingen zu kaufen. Auf dem Spargelhof Schechter in Kirchardt begann der Verkauf bereits vergangene Woche, ab dem 1. April ist täglich geöffnet. 

Zum Verkaufsstart rechnet man mit einer hohen Nachfrage. An den Feiertagen sei Spargel in vielen Haushalten ein typisches Gericht. „An Ostern wollen die Leute immer Spargel“, berichtet Renate Schechter. Die beliebte Delikatesse aus dem Kraichgau zeichne sich durch ihren intensiven Geschmack aus, meint Birgit Keller. Das liege an dem gehaltvollen Löslehmboden, der seine Mineraldichte an das Gemüse weitergibt. „Jede Region hat ihren typischen Geschmack.“ 

Warmer März sorgt für frühe Spargel-Ernte im Kraichgau 

Der warme März ließ den Spargel etwas früher als gewöhnlich sprießen, erklärt Birgit Keller. Optimale Startbedingungen für Spargel aus der Region waren das. An einem guten Tag wachse eine Spargelstange bis zu zehn Zentimeter. Der Kälteeinbruch zum Monatsende habe die Ernte hingegen wieder ausgebremst. 

In Hofläden beginnt der Verkauf des ersten Spargels des Jahres.
In Hofläden beginnt der Verkauf des ersten Spargels des Jahres.  Foto: HSt

„Die Saison ist eingeleitet, aber die jetzige Kälte wirft uns eine Woche nach hinten“, erklärt auch Eckhard Schechter. Der Ertrag werde rückläufig. Einige Pflanzen seien durch die Wärme frühzeitig erwacht, andere befänden sich noch in der Winterruhe. Die großen Erntemengen werden erst nach Ostern auf den Markt kommen, so seine Vermutung. 

Dadurch fallen die Preise auch etwas niedriger aus - sie richten sich unter anderem nach Angebot und Nachfrage. Genaue Zahlen will das Ehepaar nicht nennen, auch weil die Preise ständig wechseln und neu festgelegt würden. Insgesamt hätten sie ihre Preise leicht erhöht, unter anderem aufgrund des gestiegenen Mindestlohns. Marktüblich seien Spitzenpreise von bis zu 20 Euro. Aber es gebe in ihrem Hofladen auch deutlich günstigere Angebote. „Es muss auch noch bezahlbar sein“, sagt Renate Schechter. 

Spargel-Preise hängen von vielen Faktoren ab

Die Preise würden sich nach Handelsklasse und Stärke des Spargels richten, erklärt Birgt Keller. Die Preisspanne liege bei 5,50 bis 20 Euro. Ihre Produkte seien geringfügig teurer geworden. Aber man wolle nicht alle Kosten an den Endverbraucher weitergeben. 

Auch Hans Lehar, Geschäftsführer der Obst- und Gemüse-Absatzgenossenschaft Nordbaden in Bruchsal, verweist auf die vielfältigen Faktoren, die den Spargelpreis beeinflussen. „Aus heutiger Sicht wage ich dazu keine Prognose“, so Lehar. Unter anderem durch den Mindestlohn entstünden höhere Kosten für die Betriebe, die diese an die Kunden weitergeben würden.

Wenn die Temperaturen heißer werden, würde zudem das Angebot steigen. Aktuell werde vor allem die Gastronomie beliefert, erst später folge der Einzelhandel. „Nach Ostern wird es lebhaft“, so seine Vermutung. 

Spargel aus dem Kraichgau: Schwieriger Anbau für Landwirte

Spargel ist im Kraichgau trotz der gehaltvollen Erde gar nicht so einfach anzubauen. „Wir sind hier keine typische Spargelgegend“, führt Eckhard Schechter aus. Der tonige Boden mache den Anbau schwierig, weil er durch die Wärme klumpig und rissig wird, anders als der für den Spargelanbau typische Sandboden.

Abhilfe schafft eine lichtundurchlässige Folie, mit der sich auch die Wärme ein Stück weit regulieren lässt, berichtet das Ehepaar Schechter. Ohne Folie würde es nicht klappen. Für die Vegetation seien die wechselhaften Temperaturen allerdings normal. Ostern finde in diesem Jahr nur früher statt als im vergangene Jahr, ergänzt Renate Schechter.

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