Schienenersatzverkehr auf der S4: Fahrgäste verpassen vereinzelt Anschlüsse
Der Schienenersatzverkehr auf der S4-Bahnstrecke zwischen Eppingen und Heilbronn ist wieder angelaufen – weitgehend problemlos. Verärgerung kam vor allem wegen einer Sache auf.
Der Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Eppingen und Heilbronn ist, abgesehen von einzelnen verfehlten Anschlussmöglichkeiten, erfolgreich angelaufen. Fahrgäste zeigten sich im Pendlerverkehr Montagmorgen mehrheitlich zufrieden.
Nur vereinzelt kam Verärgerung auf, weil die Busse des Schienenersatzverkehrs wegen zu spät eintreffender Stadtbahnen der Linie S4 aus Karlsruhe nicht erreicht werden konnten. Je nach Tageszeit verkehrt die S4 nur ein Mal pro Stunde. Verpasst man den direkten Anschluss, muss man dann eine knappe Stunde auf den nächsten Bus warten.
Wie Busfahrer die Verspätungen auf der Schienersatzstrecke der S4 abfangen
Teilweise werden solche zeitlichen Verzerrungen durch umsichtige Fahrer der Ersatzbusse abgefangen. So wartete Peter Kuch vom Öhringer Verkehrsunternehmen Hütter auf die für 7.28 Uhr angesagte S4, die erst um 7.38 Uhr am Eppinger Bahnhof eintraf. Der Schienenersatzverkehr wäre laut Sonderfahrplan um 7.36 Uhr losgefahren. „Ich kann das beim Halt in Schwaigern wieder herausholen“, so der erfahrene Busfahrer.

Eine Gruppe Schüler der Wolf-von-Gemmingen-Schule hatte übersehen, dass sich der Ersatzbushalt auf dem Bahnhofsvorplatz befindet, wo sonst eine Reihe von Pkw-Parkplätzen eingerichtet ist. Die Schüler verpassten daraufhin den Ersatzbus.
Dass es durch den Ersatzverkehr vereinzelt Schüler mit Verspätung gab, bestätigt Ute Brian vom Schulsekretariat in Gemmingen. Zurzeit seien Austauschschüler aus Ungarn zu Besuch und eine Reihe von Ausflügen Richtung Heilbronn und Heidelberg vorgesehen. „Als wir die Ausflüge planten, wussten wir noch nichts von der Sperrung“, so die Schulsekretärin. „Das macht die Sache nicht einfacher.“
Was Fahrgäste zum Schienenersatzverkehr zwischen Eppingen und Heilbronn sagen
Fahrgast Moritz Klee lobt die Organisation des Schienenersatzverkehrs. „Die Busse fahren überwiegend pünktlich“, so der Gemminger. Das sei auch bei der langen Sperrung vor einem Jahr so gewesen. Der Fahrgast regt jedoch an, an den Ersatzhaltestellen Sitze oder Gepäckablagen zu schaffen.
Schienenersatzverkehr ist auch für den Regionalexpress RE45, der zwischen Eppingen und Heilbronn nur einmal hält, eingerichtet worden. Da die Verbindung je nach Tageszeit halbstündlich bedient wird, kommt es für Kunden dieser Verbindung durch die Streckensperrung nur zu geringen Einschränkungen. Der Schienenersatzverkehr für den RE45 laufe „besser, als mit der Bahn“, lobt Edeltraud Brecht aus Eppingen, die das Angebot bereits am Samstag das erste Mal und Montagmorgen das zweite Mal genutzt hat. „Gut organisiert, hat alles geklappt“, so die agile ÖPNV-Nutzerin.
Grund für die Sperrung der Bahntrasse ist der zweigleisige Ausbau der Strecke zwischen Heilbronn und Eppingen. Die Bauarbeiten finden aktuell unter anderem auf Höhe der Aussiedlerhöfe Heilbronn-Böckingen statt.
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