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Verhandlungen gescheitert: Weiterhin kein Grundstück für die Feuerwehr in Bad Rappenau

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Auch der zweite Versuch, das Wunschgrundstück hinter dem Kaufland für den Neubau eines Feuerwehrhauses zu bekommen, ist fehlgeschlagen. Jetzt geht die Suche der Stadtverwaltung nach einem geeigneten Areal in die nächste Runde.

Das Feuerwehrgebäude in der Raiffeisenstraße muss durch ein neues ersetzt werden. Doch es fehlt nach wie vor an einem geeigneten Grundstück.
Foto: Elfi Hofmann
Das Feuerwehrgebäude in der Raiffeisenstraße muss durch ein neues ersetzt werden. Doch es fehlt nach wie vor an einem geeigneten Grundstück. Foto: Elfi Hofmann  Foto: Hofmann, Elfi

Seit über zwei Jahren steht fest, dass die Freiwillige Feuerwehr ein neues Gebäude in der Bad Rappenauer Kernstadt bekommen soll. Der Gemeinderat stimmte zu, ein Grundstück in der direkten Nachbarschaft zum in die Jahre gekommenen Bau in der Raiffeisenstraße zu pachten. Doch aus diesen Plänen wurde nichts, der Besitzer wollte für die auf 99 Jahre ausgelegte Erbpacht mehr Geld als ursprünglich vereinbart. Als "nicht wirtschaftlich" bezeichnete Bad Rappenaus Oberbürgermeister Sebastian Frei die Forderungen damals.

Zu hohe Forderungen 

Also untersuchte die Verwaltung weitere mögliche Standorte für einen Neubau und wurde hinter dem Kaufland fündig. Der Gemeinderat stimmte in nicht-öffentlicher Sitzung allerdings mehrheitlich gegen einen Tausch der Fläche mit den Besitzern. Die Forderungen waren trotz der Not zu hoch in den Augen der Stadträte.

 


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Lange hörte man nichts mehr, im Hintergrund gingen die Verhandlungen weiter. Jetzt ist allerdings klar: Aus den Plänen wird nichts, es gibt weiterhin kein Grundstück, das allen Beteiligten zusagt. "Kein Geheimnis" sei diese Nachricht, die er bereits vergangene Woche den Mitgliedern der Bad Rappenauer Wehr mitgeteilt habe, sagt Sebastian Frei: "Manchmal ist es so bei Grundstücksfragen, dass man eben nicht zusammenkommt." Die Vorstellungen seien zu unterschiedlich gewesen, obwohl es gute Ideen gegeben habe. "Deshalb habe ich es auch nach der ersten Runde weiter probiert", sagt Frei.

Viel Mühe auf beiden Seiten

Weitere Verhandlungen mit den Besitzern des Grundstücks wird es nicht geben. Es habe wenig Sinn, "da ewig rumzumachen". Obwohl laut Frei viel Mühe auf beiden Seiten investiert wurde und man versucht habe, einen guten Kompromiss zu finden. "Es gab keine Totalverweigerung", fasst der OB zusammen.

Eine gewisse Enttäuschung schwingt bei seinen Ausführungen, trotz aller Sachlichkeit, mit. Schließlich wähnte sich die Verwaltung bereits im Frühjahr 2021 auf einem guten Weg, als die Verhandlungen mit den Besitzern des Grundstücks in der Raiffeisenstraße schon weit fortgeschritten waren. Und auch für die Ackerfläche hinter dem Kaufland sah es anfangs gut aus.

Viele Mängel am Bestandsgebäude

Aufgeben ist allerdings weiterhin keine Option, denn das Feuerwehrhaus weist zu viele Mängel auf. Bei starkem Regen läuft Wasser unter den Toren durch, die Umkleidesituation für beide Geschlechter ist nicht optimal. Das größte Problem ist allerdings der mangelnde Platz für die zahlreichen Fahrzeuge. Einige müssen schon länger außerhalb geparkt werden. Er hätte sich sehr gefreut, wenn er den Mitgliedern der Feuerwehr etwas anderes hätte mitteilen können, sagt Sebastian Frei.

Wichtig ist dem OB zu betonen, dass die Floriansjünger sowohl der Verwaltung als auch dem Gemeinderat wichtig sind. Das sehe man auch an dem gerade im Bau befindlichen Gebäude in Grombach, das für über drei Millionen Euro realisiert wird. Auch werden immer wieder moderne Fahrzeuge angeschafft. "Sie wissen, dass sie sich unseres Wohlwollens sicher sein können", so Sebastian Frei.

Suche geht weiter

Wie es weitergeht, will der Rathauschef noch nicht verraten. Man sei nach wie vor auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück, das den Anforderungen entspricht. Und mit dem sowohl Verwaltung als auch Gemeinderat und Feuerwehr einverstanden sind.

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