Vier Männer wollen Oberbürgermeister in Sinsheim werden
Der Sinsheimer Gemeindewahlausschuss hat jetzt festgelegt: Vier Bewerber sind als Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl in der Kraichgau-Stadt zugelassen.

Nach der Sitzung des Sinsheimer Gemeindewahlausschusses steht fest: Vier Männer werden sich am 7. Juli für die Nachfolge von Oberbürgermeister Jörg Albrecht bewerben, um ab 1. September die Geschicke der Kraichgaumetropole zu lenken. Neben Marko Siesing, aktuell Bürgermeister in Eschelbronn, werfen noch Theo Pausch, Alexander Holder und Thomas Seidelmann, der Rathauschef in Neckarbischofsheim ist, ihren Hut in den Ring. Ehemaliger OB von Sinsheim, Jörg Albrecht, trat erst im Februar von seinem Amt zurück.
Oberbürgermeister-Wahl in Sinsheim: „Die Partei“ glänzte mit Nonsens-Forderungen
Bei Theo Pausch handelt es sich um den Vorsitzenden der Satirepartei „Die Partei“. Gemeinsam mit Gattin Doreen wollte er eine Doppelspitze im Rathaus bilden. Das Ehepaar fiel schon bei der Bekanntgabe seiner Bewerbung mit Nonsens-Forderungen wie „Lastenfahrräder für den Abfallentsorgungsbetrieb“ auf. Neben dem 1. Parteivorsitzenden und seiner Gattin, die den Posten der Schriftführerin bekleidet, wollte auch der 2. Vorsitzende, Hilmar Lang, Verwaltungschef werden. Doch sowohl die Bewerbungen von Doreen Pausch als auch Hilmar Lang wurden nicht zugelassen, da bei beiden die Liste der 50 Unterstützer-Unterschriften nicht vollständig war.
Neckarbischofsheimer Bürgermeister Seidelmann tritt in Sinsheim zur Wahl an
Überraschungskandidat im Bewerber-Quartett ist der 68-jährige Maurermeister Alexander Holder aus dem Sinsheimer Stadtteil Dühren. Holder hatte seine Identität bis zur öffentlichen Bekanntgabe der Bewerber geheim gehalten. Als Letzter hatte Neckarbischofsheims Bürgermeister Thomas Seidelmann seine Bewerbung abgegeben. Erst am Montag, kurz vor Ende der Bewerbungsfrist, hatte er seine Unterlagen abgegeben. Überregionale Bekanntheit hat der 58-jährige Familienvater durch den tragischen Tod des aus Neckarbischofsheim stammenden, in Mannheim getöteten Polizeibeamten erlangt, als Seidelmann forderte, es dürfe in der Politik keiner „weiter so“ mehr geben.
Schon kurz nach dem Bekanntwerden des Rücktritts von Albrecht hatte Marco Siesing sein Interesse bekundet. Der 46-jährige gebürtige Sachsen-Anhaltiner studierte nach seiner Offiziersausbildung bei der Bundeswehr Public Management und wurde 2015 erstmals zum Eschelbronner Bürgermeister gewählt. Der unabhängige Kandidat wurde erst im vergangenen Jahr in Eschelbronn wiedergewählt.
Im März stand auch noch Kai Kohlenberger als möglicher Bürgermeisterkandidat in Sinsheim im Raum.
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