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Guter Start für das Glühweindorf in Bad Rappenau

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Der nachweihnachtliche Krämer- und Glühweinmarkt im Bad Rappenauer Zeitwald lädt noch bis Ende Januar zum Bummeln und zur Einkehr ein.

Von Ralf Schick
Die Alphorngruppe Schwäbische Franken sorgt beim Glühweindorf im Zeitwald für die musikalische Untermalung der Eröffnungsfeier.
Die Alphorngruppe Schwäbische Franken sorgt beim Glühweindorf im Zeitwald für die musikalische Untermalung der Eröffnungsfeier.  Foto: Ralf Schick

Im Zeitwald Bad Rappenau ist am Wochenende die inzwischen 14. Auflage des Glühweindorfs eröffnet worden - und hunderte Besucher strömen aus Nah und Fern zum nachweihnachtlichen Krämer- und Glühweinmarkt und sind begeistert vom Ambiente und der Atmosphäre in dem überschaubaren Areal, das noch an den kommenden drei Wochenenden zur Einkehr einlädt.


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Bereits am Dreikönigstag zieht es am Vormittag um elf Uhr eine große Schar an Besuchern in den Zeitwald. Viele Stammgäste kommen allerdings erst am Nachmittag zum offiziellen Beginn, der von einem Septett der Alphorngruppe Schwäbische Franken eröffnet wird. "Arosa", "Vom Schrofa ra" und "Vom Lünesee" spielen die sieben Bläserinnen und Bläser unter ihrem musikalischen Leiter Eberhard Krebs. Zeitwald-Mitorganisator Bernhard Winkler wünscht den vielen Gästen "eine gute Glühweindorfzeit: Machen Sie Werbung und erzählen Sie davon", begrüßt er die Besucher.

Wohlfühlstimmung

Winkler und die Metzgerfamilie Michaela und Otto Gollerthan haben wieder ein Dorf kreiert, das neue und alte Gäste anlockt. Julia Jenke aus Bad Rappenau und Cindy Baumhauer aus Heilbronn-Biberach etwa sind das erste Mal hier. "So eine tolle Atmosphäre will man einfach mit liebevollen Menschen teilen", sagt die 35-jährige Jenke.

Es duftet nach Glühwein und heißen Likören, nach Gegrilltem, Crepes und Poffertjes, mehrere Schwedenfeuer sorgen vor allem bei Einbruch der Dämmerung für eine Wohlfühlstimmung und werden zum Aufwärmen genutzt. An einem Feuer sitzt Karlheinz Geiselmann aus Waldbrunn bei Mosbach. "Hier passt einfach alles. Durch den Wald drumherum ist es richtig heimelig und auch nicht überfüllt wie beim Adventsmarkt in Mosbach", sagt der 70-Jährige, der schon mehrere Mal das Glühweindorf in den vergangenen Jahren besucht hat.

Während der Gollerthan-Angestellte Tim Weber die Schwedenfeuer immer wieder mit neuem Holz beliefert, stärken sich an einem der Stehtische zwei Familien aus Neckarsulm, Langenbrettach und Bad Friedrichshall mit Steaks und weißem Glühwein. "Das ist so gemütlich hier, einfach schön", sagt Ela Wenger aus Neckarsulm, die seit sieben Jahren mit ihrer Familie herkommt. Schade findet sie nur, dass es außer den Alphornbläsern dieses Jahr keine Live-Musik gibt. "Das hat mir immer sehr gefallen", betont sie. Ansonsten ist ihre Familie voll des Lobes für das Glühweindorf. "Hier trifft man Freunde, ist an der frischen Luft. Es ist einfach nur schön hier", ergänzt Bianca Hörtling aus Bad Friedrichshall.

Auf Musik bewusst verzichtet

Auf Live-Musik habe man bewusst verzichtet. "Die Gäste sollen ein Fest ohne Musik, Lärm und Hektik genießen können", sagt Winkler, der die Planungen zum ersten Mal fast komplett mit Michaela Gollerthan übernommen hat. Diese hat vor einigen Wochen die Gollerthan GmbH gegründet, deren Kerngeschäft der Betrieb im Zeitwald ist.

Neun Stände sind hinter dem Zeitwaldgebäude aufgebaut und bieten als Krämermarkt Schmuck, Kleidung oder Geschnitztes aus Olivenholz an. "Es läuft ganz gut", sagt Barbara Haupt aus Stuttgart, die Schmuckwaren verkauft. Nebenan lockt Alex Sciascia aus Saarlouis mit geräucherten und luftgetrockneten Salamiwürsten die Besucher an. Auch der gebürtige Italiener ist "sehr zufrieden" mit dem Geschäft.

Hinweise fehlen

"Trotzdem sollte man künftig besser auf den Krämermarkt mit Schildern hinweisen", sagt Axel Schmitt aus Zweibrücken, der Mandelgebäck anbietet. Manche wüssten nichts von dem Zusatzangebot hinter der Zeitwaldhütte und laufen nur zufällig vorbei - wie Karin Emler aus Sinsheim. "Den Markt hätte ich fast übersehen", gesteht diese.

Öffnungszeiten:

Freitags von 16 Uhr bis  22 Uhr

Samstags von 15 Uhr bis 22 Uhr

Sonntags von 11 Uhr bis 20 Uhr

Veranstaltungstage:

13. bis 15. Januar, 20. und 22. Januar und 27. bis 29. Januar 2023

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