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Feuerbeet in Bad Rappenau erblüht zu neuer Pracht

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In Bad Rappenau bringen Bauhofmitarbeiter auf 1000 Quadratmetern rund 15.000 Pflanzen in das Feuerbeet ein. Rot, Orange und Gelb sollen die Flammen symbolisieren. Was mit den weißen Blüten deutlich werden soll:

André Kolb, stellvertretender Bauhofleiter, mit den Mitarbeitern Michael Zeh, Frederic Brüchmann und Rentner Michael Hockenberger (von links).
Foto: Ulrike Plapp-Schirmer
André Kolb, stellvertretender Bauhofleiter, mit den Mitarbeitern Michael Zeh, Frederic Brüchmann und Rentner Michael Hockenberger (von links). Foto: Ulrike Plapp-Schirmer  Foto: Plapp-Schirmer, Ulrike

Das Feuerbeet vor dem Verwaltungsgebäude der ehemaligen Saline in Bad Rappenau war eine der Attraktionen der Landesgartenschau 2008. Jedes Jahr wird die 1000 Quadratmeter große Fläche seitdem neu bepflanzt. 13 Bauhofmitarbeiter setzen an einem Tag zirka 15.000 Pflanzen in den Boden.

Unter ihnen ist auch Michael Hockenberger, der eigentlich schon im Ruhestand ist: "Weil"s Spaß macht, mit meinen Kollegen zusammenzuarbeiten", sagt er schmunzelnd. Die Stimmung im Team ist gut. "Das Feuerbeet", sagt der stellvertretende Bauhofleiter André Kolb, "ist zwischenzeitlich ein Selbstläufer." Jeder weiß, wo er hinlangen muss.

Warum ein Ruheständler beim Pflanzen hilft

43 Jahre war Michael Hockenberger bei der Kur- und Stadtgärtnerei in Bad Rappenau. Als Rentner arbeitet er noch auf 520-Euro-Basis mit. "Wir haben immer viele Bäume und Sträucher gepflegt. Ich möchte meinen Beitrag leisten, das alles zu erhalten", sagt der Steinsfurter. Nein, langweilig ist es ihm nicht: "Aber den Job habe ich immer gern gemacht." Mit dem Feuerbeet verbindet er Tradition: "Das, was hier dargestellt wird, erinnert an die Salzgewinnung in Bad Rappenau." Wenn man die Vergangenheit nicht dokumentiere, sagt Hockenberger, gehe sehr viel Wissen verloren.

 


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Um 7.30 Uhr wurden die ersten Pflanzen aus den Regalen gehoben. Die dunklen, lila Blätter der Süßkartoffel, das helle Rot der Verbenen und das leuchtende Gelb der Tagetes symbolisieren das Feuer. Weiß blühende Stauden stehen für das Salz. "Am Feuerbeet bekommen wir immer viele Kilometer zusammen", sagt André Kolb: "Bis heute Nachmittag werde ich bestimmt 500 Mal drumherum gelaufen sein."

Wie die Schnecken fern gehalten werden

Groß ist die Truppe, die er dirigiert. Einer verteilt die einzelnen Pflänzchen, Michael Zeh und Frederic Brüchmann graben sie ein. Es muss schnell gehen: Bei Sonnenschein trocknen die Ballen rasch aus. Ein feine Linie Schneckenkorn schlängelt sich um die Studentenblumen herum: "Sonst sind die am Montag weg", sagt Kolb. Allerdings töte man keine Tiere: Der Duft des Vergrämungsmittels allein halte die Schnecken schon ab, sagt Kolb.

Die Pflanzarbeiten am Feuerbeet sind immer ein deutliches Zeichen, dass der Sommer naht. In Bad Rappenau füllen sich dann wieder die Parks mit Besuchern. Die Grünspange zwischen Wasserschloss und Rathaus sowie die Salinenstraße, Fußgängerzone und Flächen in den Ortsteilen werden anschließend bepflanzt.

 


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Was es Neues gibt im Salinenpark

Zwischen 30- und 40 000 Pflanzen bringen die Bad Rappenauer Bauhofmitarbeiter jedes Jahr in den Boden ein. Zwei Hektar Blumenwiese werden eingesät. Neu im Salinenpark ist dieses Jahr ein Insektenhotel aus Abfallstücken, die die Bauhofmitarbeiter zusammengetragen haben. Aus altem Spielplatzsand bauten sie dort ein "Sandarium", in dem sich jetzt allerlei Getier tummelt: "Wir denken alle umweltbewusst", betont André Kolb.

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