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Leiergassenumzug Eppingen elektrisiert die Massen

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Der Leiergassenumzug ist am Sonntag durch die Eppinger Innenstadt gezogen. Unter dem Motto „Kolping Zoo“ haben Narren in bunten Tierkostümen gemeinsam gefeiert.

von Nicole Theuer

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Es ist erstaunlich, wie sich der einst kleine, aber feine Leiergassenumzug in der Fachwerkstadt zu einer festen Institution entwickelt hat. Immer ein wenig im Schatten des Nachtumzugs, hat sich der närrische Lindwurm zum attraktiven Event entwickelt, das am Sonntagmittag wieder Tausende Besucher an die Umzugsstrecke gezogen hat.

Leiergassenumzug zieht durch die Eppinger Innenstadt

Und der „Zoch“ zeigt auch: Es muss nicht kilometerweit durch die Stadt gehen, um interessant zu sein. Die Umzugsstrecke ist traditionell sehr überschaubar. An der Kreuzung Bahnhofstraße Leiergasse stellen sich die Umzugsteilnehmer auf, danach geht es durch die Leiergasse und die Brettener Straße zurück zum Ludwigsplatz. Dort heizt Michael Schröder alias Kraichgau DJ den Besuchern ein.


Ausrichter und Spiritus Rector des Zuges ist die Kolpingfamilie. Die lässt es sich nicht nehmen, für den Zug jedes Jahr ein Motto auszurufen. Dieses Jahr waren die Teilnehmer aufgerufen, sich Gedanken zum Motto „Kolping Zoo“ zu machen.

Bunte Tierkostüme prägen Faschingsstimmung in Eppingen

„Das ist ein cooles Motto“, findet Silja. „Bestimmt kommen viele als Tiere verkleidet“, hofft die Siebenjährige, die erwartungsfroh mit Oma und Opa an der Umzugsstrecke steht. Elefanten, Zebras und der eine oder andere Löwe laufen im Zug mit. „Schade, dass sich nicht alle an das Motto halten“, findet Siljas Oma Elly Herbold. Weniger gut findet sie auch, „dass die jungen Erwachsenen den Alkohol so verharmlosen und auf den Brettern am Wagen Worte angebracht haben, von denen wir den Kindern und Enkelkindern immer sagen, das sagt man nicht, das ist vulgär.“

Sich jedes Jahr etwas zu den wechselnden Mottos einfallen zu lassen, sei bestimmt nicht einfach, findet Thea Fischer. „Wir kommen gerne her. Einfach, weil es überschaubar ist und die Party nach dem Zug wirklich Spaß macht.“ Im Gegensatz zu anderen Umzügen, „muss man hier keine Angst haben, dass etwas passiert. Die Wagen fahren langsam durch die Gassen und wir müssen die Enkelkinder nicht ständig beaufsichtigen.“

„Der Leiergassenumzug ist eine Ausnahme“

Viel Spaß macht der Umzug auch Joshua. „Ich war mit meinen Eltern schon ganz oft hier“, erzählt der Achtjährige. Auch bei Anja Schneider und ihren Kindern hat der Umzug seinen festen Platz im Kalender. „Eigentlich sind wir keine großen Faschingsgänger. Seit wir Kinder haben, geht es mit ihnen zum Kinderfasching, nicht aber auf Umzüge oder Sitzungen. Der Leiergassenumzug ist eine Ausnahme. Der ist so schnuckelig, so heimelig, da müssen wir keine Angst haben, dass die Kinder unter die Räder kommen oder im Trubel verloren gehen.“

Zu den Stammgästen beim Umzug gehören auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Jahr für Jahr schnappt sich Jugendleiter Timo Brüstle seine Mannschaft und baut, dem Motto entsprechend, einen Umzugswagen – zur Stärkung der Gemeinschaft und einfach auch, um gemeinsam Spaß zu haben.

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