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Stadt Bad Rappenau sucht Pächter für Kurcafé – sechs Bewerber haben Interesse

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Nach 20 Jahren hat die Stadt Bad Rappenau den Pachtvertrag für das Kurcafé im Salinenpark gekündigt. Besonders ein Grund war ausschlaggebend für diese Entscheidung.

Noch bis Ende Februar läuft der Pachtvertrag im Bad Rappenauer Kurcafé. Seit einigen Wochen sucht die Stadt einen neuen Betreiber. Interessenten gibt es einige, auch für das Kurhaus mit angeschlossenem Biergarten.
Noch bis Ende Februar läuft der Pachtvertrag im Bad Rappenauer Kurcafé. Seit einigen Wochen sucht die Stadt einen neuen Betreiber. Interessenten gibt es einige, auch für das Kurhaus mit angeschlossenem Biergarten.  Foto: Hofmann, Elfi

Erst das Kurhaus, nun das Kurcafé: Für beide Betriebe sucht die Stadt Bad Rappenau neue Pächter. Hat die Verwaltung bei ersterem noch Zeit – dort wird erst zum 1. Januar 2026 ein Nachfolger für das Gastronomen-Ehepaar Güthlein gesucht –, muss es für das 100 Jahre alte Gebäude im Salinenpark schneller gehen.

Laut einer Ausschreibung auf der städtischen Webseite wird bereits ab März ein Nachfolger für Gerhard Sommer gesucht. Bewerbungsschluss war am 9. Januar. „Für beide Betriebe gibt es mehrere Interessenten“, sagt Bad Rappenaus Oberbürgermeister Sebastian Frei. Für das Café stehen nach der Sichtung der Unterlagen persönliche Gespräche mit den sechs Bewerbern an.

Bad Rappenauer Kurcafé hat einige Baustellen

Wann ein neuer Pächter im Café dann tatsächlich den Betrieb aufnehmen kann, hänge von verschiedenen Faktoren ab. Klar ist, dass einige Dinge modernisiert werden müssen. „Auf jeden Fall das Dach“, sagt der Bad Rappenauer Rathauschef. Außerdem steht die Terrasse im Fokus. Auch eine neue Küche und die Erneuerung der sanitären Anlagen sind im Gespräch.

Weitere Maßnahmen müssten mit dem Nachfolger abgesprochen werden. Fest steht auch, dass das Kurcafé so schnell wie möglich wieder eröffnet werden soll. Mit Blick auf die verschiedenen erforderlichen Maßnahmen könnte eine Wiedereröffnung länger dauern.

Kurcafé in Bad Rappenau: Gemeinderat entscheidet über Vergabe und Baumaßnahmen

Bei der Sanierung des Gebäudes hat auch der Bad Rappenauer Gemeinderat ein Wörtchen mitzureden. Der muss letztendlich über die Vergabe entscheiden. Und auch über weitere Sanierungsmaßnahmen, die – abhängig vom Umfang – durchaus ins Geld gehen können. „Die Gremiumsmitglieder müssen die entsprechenden Summen dann freigeben“, erklärt Sebastian Frei.

Wichtig sei ihm, dass das Kurcafé gut bespielt wird, wofür eben auch ein verlässlicher Pächter entscheidend sei. Das war laut Sebastian Frei in den vergangenen Jahren nicht immer der Fall: „Er ist den Vertragsverpflichtungen nicht nachgekommen“, sagt der Oberbürgermeister auf Stimme-Nachfrage. Das beinhalte auch Mietrückstände. Über mehrere Jahre habe die Verwaltung immer wieder das Gespräch gesucht. „Und jetzt haben wir den Glauben daran verloren, dass es noch etwas wird.“ Deshalb habe die Stadt den Vertrag gekündigt.

Kurhaus-Pächter haben nach 15 Jahren gekündigt

Anders sieht es im Kurhaus aus. Michael Güthlein und seine Frau Martha hatten laut eigener Aussage fristgerecht gekündigt. 15 Jahre bewirtschafteten sie das Restaurant und den Biergarten. Auch dort stehen für Sebastian Frei eine gute Betreuung sowie ein Service, den sich die Bad Rappenauer und die Besucher der Kurstadt wünschen, im Vordergrund.

Für beide Betriebe ist öffentlich keine feste Pacht ausgeschrieben. Die Summe wird individuell verhandelt. Bereits im November hatte Sebastian Frei gesagt, dass der Preis marktgerecht gestaltet werden soll.

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