Polizei vermutet Brandstiftung: Feuer in „Bergbau-König“-Wohnhaus in Kirchardt
Bei dem Brand im früheren Wohnhaus des „Bergbau-Königs“ handelt es sich laut Polizeiangaben um Brandstiftung. Verletzt wurde niemand. Auch konnte die Feuerwehr ein Übergreifen auf andere Gebäude verhindern.
In einem Einfamilienhaus in der Daimlerstraße in Kirchardt hat es am Mittwochnachmittag, 11. März, gebrannt. Die Polizei Heilbronn geht dabei von Brandstiftung aus, die Ermittlungen dauern an. Das teilt eine Sprecherin auf Nachfrage mit.
Brand in Kirchardt: Wohnhaus ist unbewohnt – keine Verletzten
Zuerst war unklar, ob bei dem Feuer jemand verletzt wurde, mittlerweile gab es aber Entwarnung. Die Feuerwehren aus Ittlingen, Bad Rappenau und Kirchardt konnten ein Übergriff auf andere Gebäude verhindern. Der Sachschaden wird auf 300.000 Euro beziffert. Das Haus war zum Zeitpunkt unbewohnt. Wo sich der Besitzer des Hauses zur Zeit befindet, ist der Polizei noch nicht bekannt.
Nach Stimme-Informationen handelt es sich bei dem Gebäude um das frühere Wohnhaus des verschollenen „Bergbau-Königs“ R. Dieser war jahrelang Geschäftsführer der Kaolin- und Tonwerke Salzmünde GmbH im Saalekreis. Der Tagebau steht dort seit Jahren still. Das Verschwinden des Mannes ist bis heute ungelöst.

Wohnhaus des „Bergbau-Königs“ R. soll zwangsversteigert werden
An dem Gebäude hängt ein Zwangsversteigerungsverfahren des Vollstreckungsgerichts, das teilte das Heilbronner Amtsgericht im vergangenen März auf Nachfrage der Heilbronner Stimme mit. Da R. bereits zu dem Zeitpunkt verschwunden war, ruhte das Verfahren praktisch.
Neben dem Anwesen in Kirchardt befindet sich eine Industriehalle, in der Chemikalien gefunden wurden. R. war Chemie-Ingenieur und hatte verschiedene gefährliche Substanzen in der Halle gehortet, um beispielsweise Rostlösemittel oder auch sogenannte Biozide (Antipilzmittel) zu produzieren.
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