Bau der Süddeutschen Erdgasleitung bei Siegelsbach und Bad Rappenau beginnt
Der Bau der Süddeutschen Erdgasleitung ist im Landschaftsbild vielerorts deutlich sichtbar. Nun stehen die Arbeiten im Abschnitt Siegelsbach und Bad Rappenau in Richtung Heilbronn vor dem Beginn.
Der Bau der Süddeutschen Erdgasleitung SEL im Abschnitt Siegelsbach und Bad Rappenau steht kurz vor Beginn. Das gab der Transportnetzbetreiber für Gas, Terranets BW, am Montag in einer Pressemitteilung bekannt.
Die derzeitige Witterung habe zu leichten Verzögerungen geführt, erklärt Projektsprecherin Marcella Kugler. „Aber einzelne Arbeiten vor Ort sind schon sichtbar“, so Kugler - zum Beispiel bei Sonderbaustellen wie am ehemaligen Muna-Gelände in Siegelsbach und an der vorgesehenen A6-Querung.
Süddeutsche Erdgasleitung SEL soll klimaneutrale Energieversorgung und Wasserstoff-Transport sichern
Die SEL soll nach Angaben des Unternehmens die Voraussetzungen für eine klimaneutrale Energieversorgung schaffen. Geplant ist eine 250 Kilometer lange Gaspipeline von der hessischen Landesgrenze über Mannheim, Heidelberg, Heilbronn, Ludwigsburg, Esslingen, Göppingen, Geislingen und Heidenheim bis nach Bayern.

„Sie versorgt zunächst moderne Gaskraftwerke mit Erdgas und wird zukünftig als Teil des Wasserstoff-Kernnetzes Wasserstoff nach Baden-Württemberg transportieren“, teilt das in Stuttgart ansässige Unternehmen mit. Der 61 Kilometer lange Abschnitt von Heidelberg bis Heilbronn werde seit August 2025 in Etappen gebaut. Er soll Ende 2026 in Betrieb gehen.
So soll der Zeitplan für den Bauabschnitt zwischen Siegelsbach und Heilbronn aussehen
Der Bau der ersten Etappe hatte in Hüffenhardt begonnen und wurde seit Baubeginn in Richtung Leimen im Rhein-Neckar-Kreis fortgeführt. Zwischen Siegelsbach, Bad Rappenau und Heilbronn wird nun laut Terranets BW zunächst die Trasse abgesteckt. . Der Oberboden des meist 34 Meter breiten Arbeitsstreifens werde abgetrqagen und seitlich gelagert. Danach sollen ab Ende Februar die Leitungsrohre mit einem Durchmesser von einem Meter von den Rohrlagerplätzen an die Trasse geliefert werden - und dort zu langen Rohrsträngen verschweißt werden. Ab Anfang Mai werde der Rohrgraben mit einer Tiefe von rund 2,5 Metern ausgehoben. In den Graben werden die Rohrstränge dann mit speziellen Baumaschinen eingebracht. Zum Abschluss wird der Rohrgraben verfüllt.

„Bei den angegebenen Zeiten kann es zu witterungsbedingten Abweichungen kommen“, heißt es auch in der Pressemitteilung zum Zeitplan. Im Juli 2026 sollen alle Arbeiten zur Verlegung der SEL zwischen Siegelsbach und Heilbronn abgeschlossen sein.
Terranets BW: Arbeiten an Querungen werden zeitlich unabhängig vom Trassenbau ausgeführt - weil besondere Planung nötig ist
Wenn beim Bau der Leitung Straßen, Flüsse oder Bahngleise auf der Trasse liegen, „werden diese meist unterirdisch gequert“, heißt es weiter. Diese Querungen würden zeitlich unabhängig vom Trassenbau durchgeführt, da sie eine besondere Planung und Arbeitsweise erfordern.
Im Anschluss an die Bauarbeiten sollen im Sommer 2026 bis voraussichtlich Herbst 2026 alle in Anspruch genommenen Flächen „wiederhergestellt“ werden. Das bedeutet: Sträucher und Bäume werden angepflanzt, Straßen und Wege angelegt. Für verbleibende Eingriffe setzt Terranets BW eigenen Angaben zufolge Ausgleichsmaßnahmen um. Das könnten beispielsweise Aufforstungen sein. Bis voraussichtlich Sommer 2027 sollen zwischen Heidelberg und Heilbronn alle entsprechenden Vorhaben umgesetzt sein.
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