Mord an Doppelgängerin aus Eppingen verfilmt: „Der Insta-Mord“ bei Amazon Prime
Eine junge Frau aus Eppingen wird ermordet, weil sie einer anderen zum Verwechseln ähnlich sieht. Der Fall aus dem Jahr 2022 machte international Schlagzeilen. In Kürze läuft die Doku „Der Insta-Mord“ auf Amazon Prime an.
Der sogenannte Doppelgängerinnen-Mord von Ingolstadt hat 2022 für Entsetzen gesorgt. Auch die Heilbronner Stimme war regelmäßig vor Ort und hat über die Gerichtsverhandlungen berichtet.
Jetzt wurde der Fall verfilmt: Amazon Prime zeigt mit „Der Insta-Mord“ eine Dokumentation, die den Kriminalfall nachträglich beleuchtet und Stimmen von Angehörigen, Anwälten und Beteiligten zusammenführt. Ab Donnerstag, 16. Oktober, wird er auf Amazon Prime zu sehen sein. Der Trailer ist bereits auf Youtube veröffentlicht: Der Insta-Mord | Offizieller Trailer | Prime Video
Mord an Doppelgängerin aus Eppingen wurde zu „Der Insta-Mord“ verfilmt
Um ihren eigenen Tod vorzutäuschen, suchte Schahraban K. über Instagram nach einer Doppelgängerin – und fand sie in Khadidja O. aus Eppingen.
Die 23-Jährige wurde später mit mehr als 50 Messerstichen auf der Rückbank eines Autos gefunden. Zunächst richtete sich der Verdacht gegen den Ex-Mann der vermeintlich Getöteten, Schahraban K. Doch bald stießen die Ermittler auf eine schockierende Wendung: Das Opfer war nicht Schahraban K., sondern Khadidja O. – eine junge Frau aus Eppingen, die ihr zum Verwechseln ähnlich sah.
Wie sich herausstellte, hatte Schahraban K. über Instagram unter dem Vorwand einer kostenlosen Kosmetikbehandlung Kontakt zu Khadidja O. aufgenommen. Gemeinsam mit ihrem Komplizen Sheqir K. lockte sie die junge Frau in das Waldgebiet Stöckach zwischen Massenbachhausen und Bad Rappenau. Dort griff Sheqir K. sie zunächst mit einem Schlagring an und stach mehrfach auf sie ein. Bei einem weiteren Halt in Bad Rappenau fügte er ihr erneut zahlreiche Messerstiche zu. Dort starb die junge Frau aus Eppingen, die gerade einmal 23 Jahre alt wurde.

„Der Insta-Mord“ bei Amazon Prime: Mischung aus Interviews und nachgestellten Szenen
Nach den Ermittlungen wollte Schahraban K. mit der Tat offenbar ihren eigenen Tod vortäuschen, um ihrem streng kontrollierten Leben innerhalb ihrer jesidischen Familie zu entkommen. Beide Täter wurden zu lebenslanger Haft verurteilt, bei Schahraban K. stellte das Gericht zudem die besondere Schwere der Schuld fest.
Die Produktion der Beetz Brothers Film Production zeigt den Fall nun in einer Mischung aus Interviews und nachgestellten Szenen. Für die Dokumentation hat das Team unter anderem mit dem Ex-Mann der Täterin, mit Anwälten, Familienmitgliedern beider Täter sowie mit dem Vater des Opfers gesprochen.
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