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Beschäftigte legen Arbeit nieder
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Erneuter Warnstreik bei Continental in Weißbach: „Unser Geduldsfaden ist äußerst dünn.“

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Etwa 350 Arbeitnehmer von Continental (Hornschuch) in Weißbach haben am Mittwoch ihre Arbeit vorübergehend niedergelegt und machen vor der nächsten Verhandlungsrunde nochmals Druck. 


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An einem Warnstreik haben sich am Mittwoch, 9. April, rund 350 Beschäftigte der Konrad Hornschuch AG in Weißbach, die zum Continental-Konzern gehört, beteiligt.

Auch nach drei Verhandlungsrunden für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie gibt es fast keine Annäherung zur Forderung der IG Metall, teilt die Gewerkschaft mit.

Warnstreik: Erneut streikten Mitarbeiter von Continental in Weißbach

Die Nachtschicht bei Hornschuch startete um 4.30 Uhr in der Früh mit ihrer Aktion und setzte mit Bengalos ein unübersehbares Zeichen. Mit der Hauptkundgebung um 12.30 Uhr machten die Mitarbeiter weiter Druck, damit sich die Arbeitgeber bewegen. Zuletzt war bei Hornschuch am 4. März gestreikt worden.

Rot leuchtender Rauch stieg am frühen Mittwochmorgen im Kochertal auf, als die Frühschicht bei Hornschuch zum Streik zusammentrat.
Rot leuchtender Rauch stieg am frühen Mittwochmorgen im Kochertal auf, als die Frühschicht bei Hornschuch zum Streik zusammentrat.  Foto: privat

Sabine Kühn, Betriebsratsvorsitzende und IG Metall Vertrauensfrau sagte: „Unser Geduldsfaden ist äußerst dünn. Die Kolleginnen und Kollegen brauchen dringend Entlastung durch steigende Einkommen, die dem Preisdruck etwas entgegensetzen. Und sie wollen gesund bis zur Rente arbeiten können. Das letzte Angebot der Arbeitgeber ist das Gegenteil von Entlastung.“

Etwa 350 Arbeitnehmer haben am Mittwoch bei Continental in Weißbach ihre Arbeit vorübergehend niedergelegt

Auf dem Verhandlungstisch liegt aktuell ein Arbeitgeber-Angebot über je 25 Euro mehr für acht Monate. Ab November 2025 sollen die Monatsentgelte lediglich um 1,5 Prozent und ab November 2026 um zwei Prozent steigen. Die Altersteilzeit soll zu den bestehenden Konditionen fortgesetzt werden.

Bei der Hauptkundgebung um 12.30 Uhr machten die Mitarbeiter ebenfalls sichtbar und lautstark auf ihre Anliegen aufmerksam.
Bei der Hauptkundgebung um 12.30 Uhr machten die Mitarbeiter ebenfalls sichtbar und lautstark auf ihre Anliegen aufmerksam.  Foto: privat

Simon Habermaaß, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Schwäbisch Hall: „Das ist viel zu wenig. Die angebotenen Tarifsteigerungen liegen unter der erwarteten Inflation und führen damit höchstwahrscheinlich zu einem Reallohn-Minus. Das ist das Gegenteil von Wertschätzung für die Beschäftigten, die durch ihren täglichen Einsatz das Geld der Unternehmen verdienen.“

Warnstreik bei Continental in Weißbach: IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Geld

Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Geld für ein Jahr, mindestens aber 200 Euro monatlich mehr. Das würde insbesondere Beschäftigten in unteren Entgeltgruppen helfen, ist die Gewerkschaft überzeugt. Zudem verlangt sie verbesserte Altersteilzeit-Regelungen.

„Unsere älteren Kolleginnen und Kollegen sind zunehmend am Ende ihrer Kräfte. Sie brauchen bessere Ausstiegs-Optionen“, sagt Andreas Metz, Leiter der IGM Vertrauensleute bei Hornschuch. „Bessere Tarifverträge machen die Unternehmen auch für künftige Fachkräfte attraktiver.“

Zusätzlich erwarte die Gewerkschaft, dass Arbeitgeber den Einsatz der Gewerkschaftsmitglieder für Tarifbindung mit einem Bonus honorieren.

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