Verwahrloste Hunde aus Haus im Hohenlohekreis gerettet – „beißender Gestank“
In einem Haus im Hohenlohekreis sind über ein Dutzend verwahrloste Hunde aus katastrophalen Bedingungen gerettet worden. Die Tiere lebten eingesperrt im eigenen Kot.
Das Foto in den sozialen Medien lässt nicht nur die Herzen von Hundeliebhabern bluten: Es zeigt völlig verwahrloste Tiere mit verfilztem Fell. Das Foto ist Teil eines Posts eines Tierheims aus der Umgebung. Darin wird berichtet, dass über ein Dutzend Wolfsspitze aus einem völlig verwahrlosten Haus geholt wurden.
Die Hunde hätten eingesperrt im eigenen Dreck gelebt, sie wären am ganzen Körper kotverklebt gefunden worden. Der beißende Gestank sei kaum auszuhalten gewesen. Einige Tiere, vor allem die jüngeren, hätten noch nie Gras oder Sonne gesehen. Die Tiere sind zwischen vier Monaten und zwölf Jahren alt. Wolfsspitze sind mittelgroße Hunde mit einem längeren Fell.
Hohenloher Veterinäramt befreit 16 verwahrloste Wolfsspitze: Verwahrlosten Tieren musste verfilztes Fell abgeschnitten werden
Ein Video zeigt, wie die Tiere gewaschen werden, wie ihnen das verfilzte Fell abgeschnitten werden muss, weil an kämmen nicht mehr zu denken ist.

Die Pressestelle vom Landratsamt Hohenlohekreis bestätigt, dass am 2. Mai die verwahrlosten Tiere auf Anordnung des Veterinäramtes aus einem Haus geholt wurden. Es handele sich dabei um ein Haus in einer Gemeinde im nördlichen Teil des Hohenlohekreises.
Dem Veterinäramt war zuvor die Hundehaltung anonym gemeldet worden, erklärt die Pressestelle des Landratsamtes. Es habe sich dabei auch nicht um eine professionelle oder private Zucht gehandelt, sondern um eine reine private Hundehaltung. Dabei hätten sich die Tiere aber unkontrolliert vermehrt, erklärt Katharina Löblein die Haltung von so vielen Tieren in einem Haushalt.
Hunde lebten im eigenen Kot: Behörden retten Tiere aus Wohnhaus im Hohenlohekreis
Warum die Hunde in ihrem eigenen Kot und Dreck gehalten wurden? Ob die Menschen mit den Tieren überfordert oder vielleicht sogar selbst krank waren? Konkret könne man das zu diesem Zeitpunkt nicht sagen. Aber „nach unserer Einschätzung ist eine Überforderung des Tierhalters wahrscheinlich“, sagt Löblein.
Ob die Hundehalter in der Vergangenheit schon einmal auffällig gewesen waren? Das verneint Löblein: „Die Haltung war dem Veterinäramt bis dahin unbekannt.“
Hohenloher Veterinäramt greift ein: Verwahrloste Tiere mussten tierärztlich versorgt werden
Der Tierhalter habe alle Tiere bis auf einen Hund freiwillig abgegeben. Die anderen Tiere seien anderweitig untergebracht und auf verschiedene Tierheime verteilt. Einige Tiere mussten tierärztlich versorgt werden.
Welche Folgen die unsachgemäße Haltung für den Besitzer hat, das prüft das Veterinäramt derzeit. Neben Verwaltungsmaßnahmen wie ein Tierhaltungs- und Betreuungsverbot komme auch ein Bußgeld- oder Strafverfahren in Betracht, erklärt Katharina Löblein.
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