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Erster Ortkauf in Hohenlohe: 24/7-Supermarkt ohne Kassierer eröffnet in Weißbach

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Ab dem 6. September kann man im Kochertal rund um die Uhr einkaufen gehen. Der SB-Markt Ortkauf eröffnet eine Filiale in Weißbach. Ganz ohne Personal soll es aber nicht laufen.


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Am Sonntagmorgen ein leckeres Frühstück und die Milch ist alle? In Weißbach ist das zukünftig kein großes Problem mehr. Hier eröffnet am Samstag ein Ortkauf.

Der Erste im Hohenlohekreis und die fünfte eigen betriebene Filiale, erklärt Gründer und Gesellschafter Christoph Sarnowski. Im Ortkauf gibt es kein Verkaufspersonal, die Kunden kassieren selbst ab.

Ortkauf in Weißbach: SB-Markt hat rund um die Uhr geöffnet

Eigentlich war geplant, einen Ortkauf auf der Giebelheide in Niedernhall einzurichten. „Wir haben schlichtweg das Problem, dass die Immobilie fehlt.“ Das Interesse an der Giebelheide hat Sarnowski noch nicht aufgegeben.

Parallel liefen die Gespräche mit Weißbach, Sarnowski erfuhr, dass dort eine Immobilie frei wird. „Wir haben das Gespräch mit der Gemeinde gesucht.“

SB-Laden im Kochertal: Neuer Nahversorger in Weißbach braucht keine Kassierer

Die Kommune habe sich gefreut. Bürgermeister Rainer Züfle begrüßt den SB-Laden: „Hauptsache ist doch, dass es in einer Ortschaft überhaupt noch einen Nahversorger gibt – ob dieser mit oder ohne Bedienungspersonal ist, ist letztlich zweitrangig.“ Die Gemeinde und die Eigentümer des Gebäudes seien mit Sarnowski in Kontakt gewesen. Es habe auch Gespräche mit anderen Betreibern gegeben, doch mit Ortkauf habe es am besten gepasst.

Und auch die Bürger zeigen Interesse, sagt der Gründer, immer wieder kommen interessierte Bürger an der entstehenden Filiale in der Hauptstraße 22 vorbei. „Die Nachfrage ist da, darüber freuen wir uns“, sagt der 38-jährige Gründer aus Schwäbisch Hall. Seit Mai laufen die Umbauarbeiten, „Anfang August haben wir angefangen, die Regale aufzustellen“. Derzeit räumen die Mitarbeiter die Waren ein.

24/7-Markt öffnet in Weißbach am 06. September

Nach der feierlichen Eröffnung am Samstag um 15 Uhr, bei der auch die stellvertretende Bürgermeisterin sprechen wird, steht der Laden rund um die Uhr für Einkäufe bereit. Egal ob Nudeln, Kekse, Drogerieprodukte, Getränke, Kühlprodukte, Tiefkühlwaren oder Obst und Gemüse, sämtliche Alltagsprodukte können hier erworben werden. Ist ein gewünschtes Produkt nicht dabei, kann das online in der Wunschliste angemerkt werden. „Dann versuchen wir, das zu beziehen.“

Ortkauf-Gründer Christoph Sarnowski öffnet erste Filiale im Hohenlohekreis

Auf den rund 130 Quadratmetern Verkaufsfläche werden Markenprodukte und oft auch die „Gut und Günstig“-Variante angeboten. „Edeka ist unser Hauptlieferant.“ Aber auch Produkte etwa von Löwenbräu und der Fürstenfass Weinkellerei stehen in den Regalen.

Da Ortkauf keine Wettbewerber für ortsansässige Landwirte, Metzger und andere Produzenten sein möchte, versuche das Unternehmen auch deren Produkte zu verkaufen, sofern das für beide Seiten passt. Bei Backwaren sei es etwa schwierig, man überlege derzeit aber ob es eine Lösung – etwa eine Bake-off-Station, wie in vielen Supermärkten – gibt.

Bargeldlos bezahlen: SB-Laden in Weißbach hat ab 6. September rund um die Uhr auf

Zugang erhalten Kunden mit ihrer Bankkarte (egal ob auf dem Handy, der Smartwatch oder mit der Karte selbst) oder einer Kundenkarte, die an ein Terminal neben der Eingangstüre gehalten werden muss. „Kundenkarten sind für das Klientel, das keine Bankkarte hat“, sagt Sarnowski und meint damit etwa Kinder.

Die Karte können Kunden online bestellen und erhalten sie per Post. Vor Ort ist sie an der Kasse aufladbar. Mit Bargeld kann im Ortkauf nicht bezahlt werden.

Produkte mit Altersbeschränkung: Zugang zu „Ü-16-Raum“ nur mit Perso oder Führerschein

Für Produkte mit einer Altersbeschränkung gibt es den „Ü-16-Raum“, erklärt der Haller, dort kommen Kunden nur mit dem Führerschein oder Personalausweis hinein. Geplant ist darin auch ein Schrank mit Spirituosen, den man wiederum erst ab 18 Jahren öffnen könne.  

Dienstags und freitags soll zwischen 11 und 14 Uhr immer Personal vor Ort sein. Die neuen Waren werden angeliefert und die Angestellten stehen für Fragen bereit. „Das Zwischenmenschliche wollen wir aufrechterhalten.“ Um Hemmungen zu nehmen und das System besser zu verstehen, ist nach der Eröffnung auch eine Veranstaltung im Seniorentreff geplant. 

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