Weingenuss beim Bretzfelder Rebenglühen: Das sind die alkoholfreien Alternativen
Rund 70 Weine und Sekte stehen beim Rebenglühen 2026 in Bretzfeld zur Auswahl. Bei den alkoholfreien Alternativen haben sich einige Winzer Pfiffiges einfallen lassen.
Das Bretzfelder Rebenglühen bietet nicht nur optisch eine tolle Atmosphäre in den Weinbergen, sondern hat auch allerlei Genuss zu bieten. Acht Weingüter aus der 12.000-Einwohner-Gemeinde sowie die Weinkellerei Hohenlohebieten bis zum späten Samstagabend einen Streifzug durch 70 Weine und Sekte. Die Preise an den insgesamt zehn Ständen auf der vier Kilometer langen Route sind einheitlich gestaltet. Fürs Zehntel sind in der Regel drei Euro, selten auch 3,50 oder vier Euro fällig. Schon beim Rebenglühen-Start am Donnerstag herrschte bei sonnigem Wetter hervorragende Stimmung.
Um aufs Bretzfelder Rebenglühen 2026 zu gelangen, kann man zwar auch die S4 oder den Bus-Shuttle nutzen. Aber viele Besucher des Wein-Events kommen mit dem Auto. Schließlich befinden sich direkt vor dem Eingang des Rundwegs allerlei Parkplätze. Für Fahrer oder alle, die es mit dem Alkohol lieber langsam angehen möchten, gibt es an jeder Station Mineralwasser. Allerdings haben sich viele Winzer auch pfiffige alkoholfreie Alternativen zu Trollinger, Chardonnay und Co. einfallen lassen.
Hohenloher Winzer beim Rebenglühen: „Alkoholfreier Wein noch Marktnische“
„Bei uns gibt es als Alternative den Öxle“, berichtet Konrad Weibler. „Das ist ein alkoholfreier Traubensecco, der im Wesentlichen aus Traubensaft besteht, den wir mit Kohlensäure angereichert haben.“ Der Winzer aus Bretzfeld-Siebeneich stellt eine zunehmende Nachfrage nach alkoholfreien Wein-Alternativen fest, auch wenn das Thema immer noch eine Marktnische ist. „Alkoholfreier Genuss ist einfach besser mit dem Führerschein vereinbar – und immer mehr Menschen leben gesundheitsbewusst.“ Wein ohne Alkohol produziert Weibler noch nicht. Für die Zukunft sei das aber denkbar.
Bei Elvira Busch ist alkoholfreier Wein kein Thema. Die Produktion konventionellen Weins, um ihm im Anschluss den Alkohol zu entziehen – das ist nicht ihr Ding. Am Stand des Weinguts Busch gibt es an Alkoholfreiem – neben Wasser – noch Apfel- und Traubensaftschorle. Um beim Rebenglühen die einmalige Atmosphäre zu kreieren, ist im Hintergrund allerlei technischer Aufwand notwendig.
Bretzfelder Rebenglühen 2026: Viele Winzer keine Fans von alkoholfreiem Wein
Wer nach leichten Weiß- oder schweren Rotweinen Lust auf eine fruchtige und alkoholfreie Alternative hat, kann sich am Stand des Weinguts Weihbrecht für das „Fruchtspiel“ entscheiden. „Das ist eine Eigenkreation aus Apfel- und Quittensaft sowie dem sogenannten Verjus – einem sauren Saft aus grünen, unreifen Trauben“, berichtet Simon Weihbrecht. „Das Bittere und Süße vermischt sich dabei zu einem tollen Geschmack.“
Auch Simon Weihbrecht ist kein großer Fan von alkoholfreiem Wein: „Im Wein steckt viel Mühe. Wenn man ihm dann mit großem Aufwand auch noch den Alkohol als Geschmacksträger entzieht – das passt für mich nicht. Da sind mir selbst entwickelte alkoholfreie Saft-Alternativen wesentlich lieber.“
Selbst entwickelte Alkohol-Alternativen beim Bretzfelder Rebenglühen
Mit „Schneckle blubb“ hat sich die Winzerfamilie Borth einen pfiffigen und spritzigen Namen für ihre selbst entworfene, alkoholfreie Alternative überlegt. „Das ist ein schäumendes, aromatisiertes Getränk auf Basis von Wein, dem wir den Alkohol entzogen haben“, berichtet Alina Borth. Für sie ist nicht nur der Geschmack, sondern auch das Genuss-Ambiente entscheidend: „Das ’Schneckle blubb’ sprudelt, man kann es auch aus dem Weinglas trinken. Das macht beim Anstoßen auch mehr her als ein herkömmlicher Traubensaft oder eine Saftschorle im Saftglas.“

Die Familie Schwab, die das gleichnamige Weingut betreibt, besteht aus Musikfans. Die Weine sind den Kategorien Rock, Hit und Classic zugeordnet. Da ist es nur konsequent, dass die alkoholfreie Alternative unter dem Beinamen „unplugged“ im Angebot ist. „Der Weinbergpfirsich-Eistee besteht aus selbst gemachtem Pfirsichsaft und beigemischtem Eistee“, berichtet Heinz J. Schwab. „Diese Kreation haben wir selbst entwickelt – und die gibt es nur bei uns.“
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