Stimme+
Drei Nächte
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Rebenglühen 2026 eröffnet: Hunderte Helfer lassen Lindelberg leuchten

   | 
Lesezeit  2 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Die letzten Tage wurde viel geschafft im Bretzfelder Lindelberg. Kilometerweise wurden Kabel gezogen, um die vielen Objekte und Lichterketten zum Leuchten zu bringen. Punkt 18 Uhr wird das Rebenglühen 2026 eröffnet. 


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Bohrmaschinen und Schraubendreher verschwinden unter den Theken. Dafür kommen Korkenzieher und Pfannenwender zum Einsatz: Am Donnerstagabend wird um 18 Uhr das siebte Rebenglühen eröffnet. Die Bretzfelder Weingüter haben viele Gäste, unter ihnen auch Landwirtschaftsminister Peter Hauk. Boris Birkert als Vereinsvorsitzender begrüßt und verspricht: „Der Mond wird kommen.“

Landwirtschaftsminister Peter Hauk hat es vergangenes Jahr so gut gefallen, dass er in diesem Jahr gleich wieder inmitten der Weinhoheiten stehen möchte und zwei Stunden Wahlkampf-Pause macht. Die ganze Region brennt für das Rebenglühen, weiß auch Bürgermeister Martin Piott. 


Rebenglühen mit immer neuen Variationen

Der Stehtisch für die Eröffnungszeremonie steht in diesem Jahr vor der neuen Fotowand, am schönsten – weil höchsten – Aussichtspunkt des Lindelbergs, dort wo auch der Gemeinschaftsstand der acht Weingüter und der Weinkellerei Hohenlohe seinen Platz hat. Von hier aus haben die Gäste einen herrlichen Blick ins Brettachtal, auf den wunderschön illuminierten Rundkurs.

Während sich die meisten nach der Eröffnung gemütlich auf Erkundungstour machen, den etwa vier Kilometer langen Rundkurs mit seinen Neuerungen entdecken, muss sich Peter Hauk sputen. Er kann nur einige wenige Stände kurz besuchen. Es sind die letzten Tage des Wahlkampfes. Er hat noch weitere Wahlkampftermine am Abend.

Bei den gemeinsamen Mittagessen und dem letzten Gruppenfoto treffen sich alle Beteiligten der acht Weingüter.
Bei den gemeinsamen Mittagessen und dem letzten Gruppenfoto treffen sich alle Beteiligten der acht Weingüter.  Foto: Yvonne Tscherwitschke

Kilometerlange Lichterketten säumen Wege beim Rebenglühen

Hektische Zeiten nicht nur für Politiker. Auch die Mitarbeiter der Weingüter haben dieser Tage viel zu tun. Bis zuletzt wird geschafft im Weinberg. Über zehn Kilometer Kabel werden verlegt, um jeden Stand und jede Lampe mit Strom zu versorgen. Aggregate und Wasserfässer sind verteilt. Allein die abschließende Kontrolle der kilometerlangen Lichterketten entlang der Wege kostet Lorenz Weiber am Mittwochabend einige Zeit.„Das ,G’ hängt schief“, bemerkt Alexandra Siller vom Weingut Schneckenhof. Es muss nachgearbeitet werden, der Leuchtbuchstabe aus dem Wort „Rebenglühen“, das weithin sichtbar ist, braucht mehr Luft. Bis vor wenigen Minuten hatte Alexandra Siller noch die Bohrmaschine in der Hand.Einige Meter weiter hat Jonas Schenk (23) rund um den Stand der Birkerts Feuerkörbe verteilt. Er hilft schon seit vielen Jahren mit. „Erstmals aber beim Aufbau in der Sonne“, sagt er grinsend. Die Nachtwache von Donnerstag auf Freitag macht er dagegen wie seit Jahren mit viel Routine.

Ab 17 Uhr am Donnerstag tauscht Alexandra Siller die Bohrmaschine gegen den Korkenzieher.
Ab 17 Uhr am Donnerstag tauscht Alexandra Siller die Bohrmaschine gegen den Korkenzieher.  Foto: Yvonne Tscherwitschke

100 Kilo Kutteln fürs Rebenglühen

Die haben auch all die Betriebsleiter der Weingüter. Die meisten haben zwischen 25 und 50 Helfer während der drei Tage Fest und davor und danach im Einsatz. „Wir sind ein eingespieltes Team“, betont Boris Birkert. Trotz all der Routine ist der Aufbau immer wieder spannend: „Es gibt Neuerungen. Und irgend etwas ist immer“, sagt Birkert.

Landwirtschaftsminister Peter Hauk (rechts), freut sich bei der Begrüßung inmitten der Weinhoheiten zu stehen.
Landwirtschaftsminister Peter Hauk (rechts), freut sich bei der Begrüßung inmitten der Weinhoheiten zu stehen.  Foto: Yvonne Tscherwitschke

 Zu den schönen Routinen gehört: „Wir essen alle gemeinsam zu Mittag“, sagt Alexandra Siller. Jeden Tag bringt ein anderes Weingut vorgekochtes Essen in Borths Weinstube. Gelegenheit, dass alle kurz an einer Stelle sind. Auch die Speisen für das Rebenglühen sind längst geschnippelt und im Topf. Die Mutter von Alexandra Siller kocht literweise Linseneintopf. Andrea Borth köchelt 100 Kilo Kutteln. Lucas Schwab (35) rückt das Eingangsschild zurecht. „Wir sind immer für die Eingangsbereiche zuständig“, erklärt er. Rund 12  000 Menschen werden sie passieren und entscheiden: Nehmen sie den Weg der Klugen oder den der Schönen?

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben