Abschied von Gotteshaus? Kirchengemeinde Neuenstein muss behutsam sein

  
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Das Dorf Kesselfeld braucht beim möglichen Abschied von seiner Kirche eine würdige Entschädigung, meint unser Autor.

Wenn die Kirche im Ort fehlt, was kommt an ihre Stelle?
Wenn die Kirche im Ort fehlt, was kommt an ihre Stelle?  Foto: Götz Greiner

Auch wenn im Publikum schon die Rede von einem „abgekartetem Spiel“ war und mancher schon davon ausgehen, dass die Kesselfelder Kirche sicher abtransportiert wird. Noch ist es nur eine Idee. Selbst wenn es so weit kommen würde, würde es noch lange dauern, bis die Kirche den Ort verlässt. 

Kirchengemeinderäte anderswo dürften jedenfalls die Hand auf die Stirn klatschen und sich fragen, warum sie nicht auf die Freilandmuseum-Idee gekommen sind. Dort wird die Kirche besucht und sie wird gepflegt. Bernd Beck vom Freilandmuseum hat zudem angedeutet: Für die Einwohner des Ortes kann es Vereinbarungen geben, dass sie unkompliziert ihre Kirche besuchen können. Im Fall von Kesselfeld wäre sie nicht einmal zehn Kilometer Luftlinie entfernt.

Es ist vorausschauend, dass sich der Neuensteiner Kirchengemeinde jetzt schon solche Gedanken macht, ehe sie von der Oikos-Studie zu Kirchengebäuden und Entscheidungen des Kirchenbezirks eingeholt wird. Die Kesselfelder tun gut daran, wenn sie gemeinsam mit der Kirchengemeinde sich Gedanken zur Zukunft der Kirche machen. Für die Kirchengemeinde ist es wichtig, eigentlich treue Gemeindemitglieder nicht zu vergraulen, indem sie sie nicht einbezieht. Wenn die Parteien viel miteinander reden, können sie vielleicht eine Lösung finden, bei der die Kirche im Dorf bleibt. Und wenn nicht, dann braucht es für den Ort ein Bauwerk oder Denkmal, dass die Kirche würdig vertritt. 

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