Volkfest-Auftakt: Zehntausende strömen zur Muswiese nach Musdorf
Noch bis Donnerstag wird eines der größten Feste in Hohenlohe gefeiert. Die Muswiese hat ihren ländlichen Charakter ohne Dirndl und Lederhose behalten.
Sie hat wieder geöffnet, die "Bannmeile der Freiheit". So wird die Muswiese auf einem Denkmal in Musdorf genannt, dem Ortsteil von Rot am See, in dem jährlich das größte Fest in Hohenlohe gefeiert wird. Bei herbstlich milden Temperaturen strömen schon am Samstag Zehntausende durch das Dorf. In dem herrscht zur Muswiese Ausnahmezustand. Alle Keller und Garagen werden zu Bars. Die Wiesen sind Parkplätze.
Muswiesenderby endet 1:1
Zum Auftakt gehören auch die Kinderläufe und der Fünf- und Zehn-Kilometerlauf durch die Rothenburger Landwehr - und das Muswiesenderby, das zwischen dem TV Rot am See und dem SV Brettheim ausgetragen wird (Endstand 1:1).
Die Glückseligkeit der Hohenloher liegt in der Luft: Das mindestens knapp 600 Jahre alte Fest bietet sicheren Halt in diesen unsicheren Zeiten - und das nahezu ohne aufgesetzte Dirndl-und-Lederhosen-Volkstümelei.
Vergnügungspark
Auf der Muswiese steht nur alle zwei Jahre ein Riesenrad - in diesem Jahr steht an der Stelle des Riesenrads ein anderes Fahrgeschäft. Die Besucher vergnügen sich an den vielen Ständen und auf der Schiffschaukel. Am Montag ist Ruhetag. Der Mittwoch ist der sogenannte "Leddichedooch", an dem sich traditionell die Ledigen treffen - und womöglich zur nächsten Muswiese nicht alleine aufbrechen, um sich dann dort mit Kräutern, Gewürzen, Socken, Haushaltswaren, mit Holzrechen oder Kälberstricken und sonstigen Dingen, die die Krämerstände bieten, einzudecken. Die Muswiese hat ihren ländlichen Charakter behalten. Am Donnerstag, dem letzten Muswiesentag, ist Familientag, mit vergünstigten Preisen im großen Vergnügungspark.



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