Wohncontainer für Flüchtlinge in Kupferzell
Anlage mit 56 Plätzen entsteht an der Schloßstraße neben dem Landwirtschaftsamt - exakt dort, wo vor sechs Jahren bereits Flüchtlinge in solchen Modulen wohnten.

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Eine Wohncontaineranlage für 56 Flüchtlinge wird an der Schloßstraße in Kupferzell aufgestellt - exakt dort, wo solche Module bereits im Herbst 2015 errichtet worden waren. Der zuständige Kreistagsausschuss vergab den Auftrag jetzt einstimmig an die Firma ELA Container aus Haren (Ems) zum Preis von 589 016 Euro. Die Anlage entsteht direkt neben dem Landwirtschaftsamt und wird zwischen 29. April und 17. Juni geliefert. Die Kosten erstattet das Land.
Umfassendes Ausbaukonzept schon vor dem Ukraine-Krieg erarbeitet
Der Hohenlohekreis ist für die Erstunterbringung von Flüchtlingen zuständig. Schon vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs gab es ein umfassendes Ausbaukonzept, weil die Zuweisungszahlen aus anderen Ländern seit Sommer 2021 deutlich gestiegen waren. Zwischen 200 und 250 neue Plätze müssen bis Jahresende geschaffen werden - unabhängig davon, wie viele Kriegsflüchtlinge 2022 noch kommen.
Kreisrat regt an, Sitzgelegenheiten und Sandkästen im Außenbereich anzulegen
Falls erforderlich, soll ein Sicherheitsdienst den Zugang in die Wohncontainer regeln und die Flüchtlinge bei ihren Anliegen unterstützen, sagte Erster Landesbeamter Gotthard Wirth. AfD-Kreisrat Anton Baron hatte danach gefragt. Peter Lemke, Kreisrat der Freien Wähler, regte an, im Außenbereich Sitzgelegenheiten oder Sandkästen für Kinder anzulegen. Als vor sechs Jahren viele syrische Familien in den dortigen Modulen wohnten, sei dies leider nicht der Fall gewesen. Außerdem appellierte er, den Weg zu den Containern zu entschärfen. "Da geht es steil runter auf die Straße, das ist ein gefährliches Eck." Auch der Gemeinderat habe das damals moniert.
Mehr Plätze für Flüchtlinge: Das passiert sonst noch
Parallel zu den kurzfristig neu zu schaffenden Plätzen für Ukraine-Flüchtlinge werden die Pläne zur Erweiterung der Gesamtkapazitäten vorangetrieben. So wird der Kreis eine Gewerbehalle in der Moosbachstraße in Schwabbach ab Juni als Gemeinschaftsunterkunft nutzen. 40 bis 56 Plätze stehen dort bereit. Das Flüchtlingsheim in Neuenstein wird bis Jahresende um 48 auf 136 Plätze aufgestockt. Außerdem soll im Raum Öhringen eine neue Groß-Unterkunft nach dem Muster Neuensteins gebaut werden.
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