Verstärkung der Stromtrasse zwischen Leingarten und Kupferzell beginnt
Erste Arbeiten für die zusätzliche 380-Kilovolt-Leitung zwischen den Umspannwerken in Kupferzell und Großgartach/Leingarten starten noch im Dezember.

Seit Jahren schon plant der Netzbetreiber TransnetBW die Verstärkung der Stromtrasse zwischen Leingarten und Kupferzell, um die wichtige Import-Achse der Nord-Süd-Stromverteilung fit für die Herausforderungen der Energiewende zu machen. Momentan verläuft auf den dortigen Masten je eine 220-Kilovolt- sowie eine 380-Kilovolt-Hochspannungsleitung. Die 220-KV-Strecke ist jedoch aktuell außer Betrieb.
Geplant ist: Künftig soll auf dem rund 50 Kilometer langen Abschnitt eine zusätzliche 380-KV-Verbindung verlaufen. Die Modernisierung markiert den dritten Teil der Verstärkung des Stromnetzes zwischen Grafenrheinfeld, Kupferzell und Leingarten/Großgartach. Wie der Stuttgarter Netzbetreiber informiert, ist der Planfeststellungsbeschluss nun erteilt worden
Stromtrasse zwischen Leingarten und Kupferzell: Was passiert genau beim Ausbau?
Damit kann noch im Dezember mit ersten Arbeiten begonnen werden. "Mit dem Abschluss des Genehmigungsverfahrens für den südlichsten Projekt-Abschnitt können wir endlich bauen", so TransnetBW-Geschäftsführer Werner Götz. "Damit sorgen wir dafür, dass die erneuerbaren Energien dort ankommen, wo sie gebraucht werden." Kupferzells Bürgermeister Christoph Spieles sagt zur Heilbronner Stimme/Hohenloher Zeitung: "Ich gehe davon aus, dass dieses Jahr nur Vorarbeiten stattfinden. Die eigentliche Umsetzung wird im kommenden Jahr und abhängig von der Wetterlage realisiert werden."
Was dann auf der Strecke konkret passiert: Der Verlauf der Trasse soll "weitestgehend" unverändert bleiben. Abweichungen wird es laut Auskunft der Kupferzeller Verwaltung nur punktuell geben. Ausgetauscht respektive aufgerüstet werden indes die Masten sowie die sogenannten Leitungs-Seile.
"Dieser neue Leiter-Kreis ist auf den jetzigen Masten nicht möglich", berichtet der Verwaltungschef. Der Netzbetreiber erklärt die Notwendigkeit mit "statischen Gründen". Ergo: Die vorhandenen Träger sind nicht stabil genug, um die weitere 380-KV-Leitung tragen zu können.
Trassenausbau ist Teil eines Gesamtprojekts
Das eingangs genannte Gesamtprojekt - die Aufrüstung der Bundesländer-übergreifenden Strecke zwischen Grafenrheinfeld, Kupferzell und Großgartach/Leingarten, die als "Maßnahme P48" im nationalen Netzentwicklungsplan enthalten und Teil des Bundesbedarfsplans ist, untergliedert sich in drei Teile:
Der erste Abschnitt - von Grafenrheinfeld bis zur bayrischen Landesgrenze - liegt in der Zuständigkeit des Betreibers Tennet. TransnetBW verantwortet die Abschnitte zwei - von Rittershausen nach Kupferzell - sowie jenen Abschnitt drei: eben von Kupferzell bis zum Umspannwerk Großgartach in Leingarten. Im Sommer war bereits der Planfeststellungsbeschluss für den zweiten Ausbau-Abschnitt der Strecke ergangen.
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