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Hohenlohe feiert seinen 50. Geburtstag

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Fast 500 Hohenloher aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft sind zum großen Festakt anlässlich des Kreisjubiläums von Hohenlohe nach Gaisbach ins Carmen-Würth-Forum gekommen. Neben zahlreichen Reden gab es auch beeindruckende sportliche Talente zu bestaunen.

Flug durch die Lüfte im Carmen-Würth-Forum: Die Turner der KTV Hohenlohe sind über die Kreisgrenzen hinaus bekannt und machen ihrem Ruf alle Ehre.
Flug durch die Lüfte im Carmen-Würth-Forum: Die Turner der KTV Hohenlohe sind über die Kreisgrenzen hinaus bekannt und machen ihrem Ruf alle Ehre.  Foto: Seidel, Ralf

Ein bisschen fühlt es sich an dem sonnigen Freitagabend an, wie beim 90. Geburtstag der Oma. Vielen Besuchern ist der Stolz im Gesicht anzusehen, man hat sich herausgeputzt und die ganze Familie ist dabei. Gefeiert wird an diesem Tag der 50. Geburtstag des Hohenlohekreises. 500 Gäste aus Wirtschaft, Gemeindeverwaltungen oder Kultur und noch viele mehr sind nach Gaisbach ins Carmen-Würth-Forum gekommen, um das große Kreisjubiläum bei einem Festakt zu feiern. Zuvor starteten zahlreiche Besucher den besonderen Tag mit einem Festgottesdienst in der Öhringer Stiftskirche. Busse brachten sie nach Gaisbach.

Neues Buch über Menschen des Kreises

Auch die Akteure des druckfrischen Buches, in dem der Kreis 20 ganz verschiedene Bewohner des kleinen Landkreises vorstellt, waren dabei und durften sich das erste Mal zwischen den Buchdeckeln begutachten. 50 Karten sindzudem an all jene verlost worden, die in einem Satz beschrieben haben, was für sie Hohenlohe bedeutet. Auch Rolf Endreß gehört zu den Gewinnern. "Wenn ich irgendwo bin, erzähle ich den Leuten immer, wo ich herkomme", erklärt der Öhringer, der mit seiner Tochter zur Gala gekommen ist, sichtlich stolz.


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Tüftler, Sportler und Macher im HZ-Talk


Kurz vor 18 Uhr zieht es die Gäste in den großen Saal. An der Wand ist ein großer Baum zu sehen, Blätter stehen für die einzelnen Gemeinden. Zusammengewachsen ist das Motto des Abends. "Und was wäre der Kreis ohne die Menschen", beginnt Moderatorin Tanja Nowak den Abend. Und so sollen viele Bewohner des Kreises zu Wort kommen.


Lange Gästeliste

Landrat Matthias Neth, der seit zehn Jahren im Amt ist, begrüßt auf sieben Seiten die Gäste der Veranstaltung, sagt er lächelnd. Und alle haben sich Zeit genommen, um zu erscheinen.

Doch es ist nicht nur der Abend, an dem gefeierte wird, so Neth. Über das ganze Jahr hindurch seien vielen Aktionen geplant. Und wem trotzdem noch langweilig ist, findet auf der Seite des Landratsamts Anregungen zu den "50 Dingen, die man im Hohenlohekreis gemacht haben sollte", wie zum Beispiel den Frosch im Kloster Schöntal zu küssen. Neth meint mit einem Schulterzucken: "Manches habe ich auch noch nicht gemacht, ich habe gar nicht gewusst dass es einen Frosch beim Kloster gibt".

Wie Hohenloher ticken

Zwei Wörter ziehen sich wie ein roter Faden durch den Abend: Nämlich Tüftler und Schlitzohren, welche die Hohenloher beschreiben. Neth, dessen Wurzeln auch im Altkreis Öhringen sind, lobt den "Charme der Kleinheit" und die geschäftigen Tüftler und ergänzt: Auch die Kommunalpolitik laufe anders, "die Gemeindeordnung halten wir gerade so ein", erklärt er mit einem Augenzwinkern und lobt den Einsatz in den Gremien. Auch Innenminister Thomas Strobl arbeitet gerne mit den Hohenloher Schlitzohren zusammen, wie er in seiner Rede betont.

Neben Rückblicken und den Festreden zeigen die Turner des KTV Hohenlohe, die Showtanzgruppe der Broadway Dance School oder die Weltmeister im Kunstradfahren Max Hanselmann und Serafin Scheffold, was der Kreis sportlich zu bieten hat.

 

Rückblick und Blick nach vorne

Die Zeit vergeht wie im Flug. Kreisarchivar Thomas Kreutzer sagt: "Keine Sorge, es wird zu keinem längeren Festvortrag kommen." Stattdessen stellt er in wenigen Stichworten dar, wie die Welt vor 50 Jahren ausgesehen hat. Vom Honecker Aufstieg bis zum Sonntagsfahrverbot 1973 und den ersten weiblichen Nachrichtensprechern und schließlich der Reduzierung der Landkreise von 63 auf 35 waren nur einige Meilensteine aus dieser Zeit.

Eine Besonderheit des Abends ist der Blick in die Zukunft und der ist mit den sozialen Medien verbunden. Und so ging am Freitag auch offiziell der Social Media Auftritt des Kreises an den Start. Unter dem Namen "Mein Hohenlohekreis" findet man bei Facebook und Instagram Wissenswertes rund um die Kreisverwaltung oder die Arbeit des Kreistages. Dazu gehört auch der Youtube-Kanal, der neu belebt wird.

Neth meint: "Normal sagt man immer Handys aus, heute fordere ich Sie dazu auf, ihr Handys zu nehmen und viele Fotos zu schießen."

 
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