Mutation im Hohenlohekreis: Das war nur eine Frage der Zeit
Die Mutation breitet sich in der Region aus. Das mahnt zu Vorsicht und Verantwortung - auch im Hinblick auf den Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch, kommentiert Christian Nick.
Nein, überraschend ist es nicht: Nachdem bereits Ende Januar im Landkreis Heilbronn die hochansteckende britische Corona-Mutante nachgewiesen worden ist, war klar: Bis sich diese oder ähnliche Genom-Typen des Virus auch im Hohenlohekreis verbreiten würden, ist es nur eine Frage der Zeit.
Überraschend indes ist aber die Massivität, mit der sich die Mutation B.1.1.7 nun erstmals im Kreis zeigt - und die offensichtliche Dynamik, mit der sie das noch hauptsächlich durch den etablierten Virusstamm verursachte Infektionsgeschehen verschärft und dieses innerhalb weniger Tage zum landesweit höchsten Wert befördert hat.
Das, was manche bereits als Pandemie in der Pandemie bezeichnet haben, kommt zur denkbar schlechtesten Zeit: Die Temperaturen sind noch niedrig, der Lockdown-Frust bei vielen Menschen jedoch bereits groß. Überall lechzen die Leute nicht nur sprichwörtlich nach Luft zum Atmen, fordern Lockerungen ein und Freiheitsrechte zurück. Das ist mehr als verständlich.
Doch es hilft alles nichts: Die Mutanten sind von Fernsehbildern aus dem Ausland zur Realität auch hierzulande geworden. Der Balanceakt zwischen Freiheit und Sicherheit war schon bisher eine Gratwanderung. Beim Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch muss das Pendel nun in Richtung Vorsicht schwingen.
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