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Mahle verkauft Industriefilter-Geschäft an US-Konzern

  
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Der Autozulieferer Mahle hat einen Käufer für seine Industriefilter-Sparte gefunden. Der US-Konzern Filtration Group Corporation aus Chicago übernehme den Konzernbereich mit rund 900 Mitarbeitern, teilte Mahle am Montag in Stuttgart mit.

Diese Hände arbeiten künftig nicht mehr für Mahle. Foto: Mahle
Diese Hände arbeiten künftig nicht mehr für Mahle. Foto: Mahle  Foto: Mahle

Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Das Geschäft habe zu geringe Gemeinsamkeiten mit dem Automobil-Kerngeschäft von Mahle, so die Begründung des Verkaufs. Bei der Ankündigung hatte der Zulieferer angegeben, dass der Bereich nur rund ein Prozent der Gesamterlöse ausmache. 2015 machte Mahle rund 11,5 Millionen Euro Umsatz.

Der Käufer könne das Mahle-Industriefiltrationsgeschäft „aufgrund seiner Expertise und Größe gut weiterentwickeln“, sagte Mahle-Chef Wolf-Henning Scheider. Der Mahle-Betriebsrat zeigte sich hingegen enttäuscht. Die Zustimmung der Kartellbehörden steht noch aus. lsw

 

Hintergrund: Madison Industries

Die finanziellen Details der Transaktion sollen geheim bleiben, haben Mahle und Madison Industries vereinbart. Auch sonst gibt es nicht allzu viele Informationen über das von Larry W. Gies Jr. gegründete und geführte Unternehmen mit Sitz in Chicago – außer dass es ein auf den Erwerb von Industriebetrieben spezialisierter, nicht börsennotierter Finanzinvestor ist. Gegründet wurde das Unternehmen 1994 als Madison Capital Partners. Mitarbeiterzahlen oder Umsätze gibt es für Madison Industries nicht.

Im Kapitel Geschichte finden sich auf der Internetseite www.madison.net einige durchaus bekannte Namen: 2006 erwarb das Unternehmen den Münchner Maschinenbauer Krauss-Maffei vom Investorenkollegen KKR, 2012 verkaufte Madison Krauss-Maffei weiter an einen kanadischen Fonds. Auch Teile der einstigen Mannesmann-Tochter Demag gehörten zeitweise zu Madison.

Aktuell gibt es drei Schwerpunkte im Madison-Portfolio: Filtration, Lösungen und Medizintechnik. mfd

 

 


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