In der Künzelsauer Stadthalle werden nicht nur junge Junglehrer frisch vereidigt
Warum Menschen ganz unterschiedlichen Alters an der Schule ihren Traumjob finden. Ein Blick auf die Vereidigungsfeier in Künzelsau.

141 neue Lehrkräfte werden am Freitag in der Experimenta für das Staatliche Schulamt Heilbronn vereidigt und von Heilbronns OB Harry Mergel und Jan Bodenbender (Experimenta) - zusätzlich zu den Rednern des Schulamtes - begrüßt. In der Künzelsauer Stadthalle sprechen am Ende 108 neue Lehrkräfte den Eid.
Wie sehr sich die Schulleiter und die Schulträger über die neuen Gesichter an den Schulen freuen, das macht in Künzelsau Bürgermeister Stefan Neumann stellvertretend für alle seine Kollegen deutlich. Auch Erika Jung, geschäftsführende Schulleiterin, freut sich über die tatkräftige Unterstützung, die dringend benötigt werde. Auffällig bei diesem Junglehrer-Jahrgang: Nicht alle, die den Eid leisten, sind Mitte 20.
Erst Ingenieurin, nun Lehrerin
So hat sich beispielsweise eine 50-Jährige Ingenieurin aus dem Taubertal entschieden, aus der freien Wirtschaft aus- und in den Schuldienst einzusteigen. Sie unterrichtet ab Montag Biologie, Geschichte und Englisch, hat dafür noch sechs Semester studiert.
Für viele immer noch ein Traumjob
"Und mache nun meinen Traumberuf", sagt sie. Immerhin schon 44 Jahre alt ist Maren Kauke, die sich schon auf ihre erste Klasse freut. Sie hat zuvor in der Schweiz unterrichtet und berichtet von einem völlig anderen Schulsystem mit einer sechsjährigen gemeinsamen Lernzeit zu Beginn.
Und warum entscheiden sich junge Menschen trotz zunehmender Arbeitsbelastung, an die Schulen zu gehen? "Weil es schon immer mein Traum war, Kinder auf ihrem Weg zu begleiten", sagt Lea Weber (26). "Weil die Arbeit mit den Kindern schön ist und auf die Grundschuljahre alles aufbaut", sagt Samantha Nonnenmacher (28).
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